fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Der SV Altdorf/Böbingen vor dem Topspiel

Nils Brendel
Nils Brendel

„Mit unseren fantastischen Fans werden wir um jeden Grashalm kämpfen. Der Gegner hat sicher wieder Verstärkung aus der Oberliga dabei, doch das spornt uns noch mehr an.“ Das sagt Nils Brendel vor dem Spitzenspiel seines SV Altdorf/Böbingen am Freitag (19.30 Uhr) gegen den FV Dudenhofen II.

Die Gegner stehen mit 13 Zählern punktgleich an der Tabellenspitze in der Aufstiegsrunde der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt. Die Gastgeber haben die jüngsten beiden Spiele gewonnen. Der TuS Mechtersheim II verlor mit Oberligaspielern mit 1:3 an der Schulstraße, beim 5:2-Sieg am Sonntag beim FV Berghausen eröffnete Brendel in der 3. Minute den Torreigen.

Der 24-Jährige tritt als Torschütze nicht so oft in Erscheinung. Doch als Taktgeber im zentralen Mittelfeld ist er an fast allen Treffern beteiligt. Laufbereitschaft gehört nicht zu seinen Stärken. Mit genialen Pässen und gefährlichen Standards setzt er die Offensivspieler in Szene.

Geinsheimer Familie

Brendel wohnt in Geinsheim. Beim dortigen Landesligisten ist sein Vater Rudi Brendel seit fast 20 Jahren Trainer. Der jüngere Bruder Moritz spielt ebenfalls beim SVG.

Nils Brendel wollte nach der Jugendzeit bei der JSG Gäu weiter mit seinen Kumpel kicken. Mit Lukas Ziegler und Nils Schmitt spielt er seit vielen Jahren zusammen. Sein Vater habe dies gleich akzeptiert. „Irgendwann wechsle ich vielleicht mal zu ihm. Doch das ist aktuell kein Thema. Ich fühle mich in der Altdorfer Fußballfamilie sehr wohl. Der Zusammenhalt zwischen Spielern, Fans und Vereinsführung ist einmalig“, schwärmt der 24-Jährige.

Bei den Brendels dreht sich fast alles um Fußball. Mutter Sabine Kaufmann, Ortsvorsteherin in Geinsheim, ist häufig bei den Heimspielen beider Vereine.

Zwei Jahre auf Montage

Nach seiner Lehre als Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik arbeitete Nils Brendel zwei Jahre auf Montage in Schweden und Frankreich. Danach folgten zwei Jahre bei der BASF. Er besucht in Vollzeit die Meisterschule in Kaiserslautern, im Oktober will er sich selbstständig machen. In seiner Freizeit kocht er leidenschaftlich gerne.

SVAB-Sportdirektor Christian Großhans ärgert sich indes über die Unterstützung von zweiten Mannschaften durch Oberligaspieler: „Das grenzt schon an Wettbewerbsverzerrung.“ Trotz der 0:3-Niederlage im Hinspiel in Dudenhofen vor vier Wochen gibt er sich zuversichtlich: „Es wird eine völlig andere Partie. Auf unserem engen Rasen gibt es zu viele Zweikämpfe, das kommt unserem körperbetonten Spiel sehr entgegen.“

Trainer bleibt

Der zweite Rang berechtigt zur Aufstiegsrelegation in die Bezirksliga gegen die Zweiten des Südpfalz- und Rhein-Pfalz-Kreises. Die Aufstiegsrunde ist für Altdorf bereits am 13. Mai beendet. In der A-Klasse Südpfalz dauert sie drei Wochen länger.

Die Planungen für die nächste Saison sind ligaunabhängig weit fortgeschritten. Trainer Jochen Linzenmeier bleibt. Alle Spieler haben zugesagt, lediglich Mazlum Timurturkan tritt aus beruflichen Gründen kürzer.

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