SCHULSPORT
Der OHG-Lehrer und seine Handballer in Berlin
Der Mörlheimer Daniel Simon (HLZ Friesenheim-Hochdorf) und Finn Scherthan (SG Ottersheim) sind die Torhüter. „Sehr ansprechend gute Leistungen, einer hat immer eine starke Leistung gebracht“, sagt Klein über die beiden, die sich abgesprochen hätten. Vincent Hörner, noch bei der HSG Landau/Land, habe ein solides Turnier gespielt: „Treffsicher, im Konter stark, einwandfrei.“ Frederick Hetzel (HSG Dudenhofen), Noah Saling (Landau/Land) und Jan Dworak (Offenbach) hätten ihre unterschiedlichen Stärken im Rückraum links einbringen können. Saling mit seiner Wucht und Wurfkraft, Dworak mit seiner Geschwindigkeit. Hetzel sei auch „ein ekliger Abwehrspieler“.
Die Mannschaft zog ohne Niederlage in die Zwischenrunde ein und war nur einmal chancenlos: im Halbfinale gegen das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin. Dieser Gegner, so Klein, ziemlich identisch mit der Vereinsmannschaft Füchse Berlin Reinickendorf, die im Viertelfinale um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft steht, habe ein ganz anderes Niveau.
Verantwortung übernommen
„Ein sehr, sehr guter Handballer“, der viel Verantwortung in Angriff und Abwehr übernommen habe, sei Spielmacher Tilo Müller (HLZ Friesenheim) aus Ottersheim. Müller habe das ganze Turnier auf hohem Niveau gespielt, stark im Eins-gegen-eins. Halb rechts griff Maximilian Stadel (SG Ottersheim) an. Klein: „Ich denke, dass er die meisten Tore gemacht hat mit seiner Wurfkraft und Athletik.“ Rechtsaußen war Matti Heusel (Landau/Land). Der habe in der Abwehr clever geholfen, habe im Spiel um Platz drei wichtige Aktionen gehabt und „alles verwandelt, was er bekommen hat“. Das OHG besiegte den Vertreter Hamburgs mit 24:23.
Paul Saling (Landau/Land) habe es als (ungelernter) Kreisspieler im Angriff gut gemacht und sei im Innenblock ein wichtiger Baustein der Abwehr gewesen. Robin Burckgard (TV Offenbach), auch mal rechts außen, habe im Spiel um Platz drei nach der Roten Karte für Saling dessen Rolle am Kreis eingenommen. Als zwölfter Mann kam Finn Beck (TVO) nicht zum Einsatz, nur elf Spieler waren erlaubt. „Für die Mannschaft enorm wichtig“, sagt Klein über dessen Rolle.
Am Freitag schaute sich die Auswahl das Finale Berlin gegen Melsungen (19:12) an. Am Nachmittag stand ein Besuch des Bundestages an, am Abend die Abschlussparty in der Max-Schmeling-Halle, Heimstätte des Bundesligisten Füchse Berlin mit einer Kapazität bis zu 10.000 Zuschauern.
Am Sonntag spielt Lukas Klein wieder Handball. Seine Mannschaft, der TV Offenbach, tritt in der Oberliga in Zweibrücken an. „Körperlich ist alles in Ordnung“, sagte der OHG-Lehrer für Mathe und Chemie gestern.