Schulsport Das Triple für das Europa-Gymnasium im Handball
Als Gastgeber und mit einer prall gefüllten Halle im Rücken haben sich die U14-Handballerinnen des Europa-Gymnasiums Wörth am Donnerstag den Sieg beim Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ gesichert – und damit das Ticket für das Bundesfinale in Berlin (5. bis 9. Mai).
„Was für ein Tag in Wörth! Unsere Halle war nicht wiederzuerkennen: Fahnen, Plakate, Applaus, Anfeuerungsrufe. Die Ränge waren voll, die Stimmung war elektrisierend“, berichtet Thorsten Kuschel, einer der betreuenden Lehrer. „Doch mit der Heimkulisse kam auch der Druck: Die Aufregung war riesig, jede Spielerin spürte die Erwartungen der Fans – und wuchs genau daran.“
Zwischen Nervosität und Befreiung
Im ersten Spiel gegen das Gymnasium auf dem Asterstein aus Koblenz war die Anspannung zu spüren. Die Wörtherinnen waren nervös, Fehler auf beiden Seiten bestimmten die Anfangsphase. Das wurde in der Schlussphase der ersten Hälfte besser, das EGW ging mit einem kleinen Polster von 6:3 in die Pause. Kuschel: „In der Kabine wurde offen gesprochen, neu fokussiert und der Glaube an die eigene Stärke gestärkt. Zurück auf dem Feld, zeigte das Team ein völlig anderes Gesicht: mutig, schnell, entschlossen und vor allem mit wenig eigenen Fehlern.“ Das EGW gewann mit 14:9.
Im zweiten Spiel des Tages gewann das Gymnasium Asterstein mit 12:10 gegen die IGS Mohrbach aus der Region Trier. Wörth würde gegen Mohrbach selbst eine Niederlage mit drei Toren reichen. „Doch niemand wollte rechnen – alle wollten gewinnen.“
Ein Tor nach dem anderem
Diesmal sollte der Druck das EGW-Team beflügeln. Kuschel: „Von der ersten Minute an war Tempo drin. Kein Abtasten, kein Zögern – hier war klar, die Mädels ergreifen ihre Chance, nach Berlin zu fahren.“ In der Halbzeit stand es 8:0. Der 15:4-Sieg brachte die Halle zum Beben – und das Ticket für das Bundesfinale war gelöst. „Solche Tage zeigen, wie viel Herz im Schulsport steckt“, betont Kuschel. Er dankte besonders Trainer Tobias Job (Hagenbach), der sich extra freigenommen habe, um das Team mit ihm und Thomas Hildebrandt zu begleiten und zu unterstützen.
Für das Gymnasium bedeutet der Erfolg das Triple, für die Spielerinnen die erste Berlin-Fahrt. Für das EGW spielten Romie Amend (2 Tore), Luisa Boeckh (1), Klara Böringer (2), Johanna Friz (6), Felicitas Grimmer (1), Lana Job (3), Melina Prokopidis (2), Ivana Rajkovaca (1), Keira Ring (Tor), Paula Sauer (5) und Lara Schmaltz (7). Im Vorrundenturnier hatten sie vier Spiele hoch gewonnen.