Lokalsport Südpfalz Das letzte Viertel schmeckt ganz bitter
BAD BERGZABERN (uwe). Dieser Dämpfer im ersten Heimspiel der neuen Saison tut weh. Gegen den Aufsteiger DJK Saarlouis-Roden unterlag der TV Bad Bergzabern in der Basketball-Oberliga mit 54:80 (31:46). Das letzte Viertel mit nur vier erzielten TVB-Punkten war ganz bitter.
Den ersten Auftritt vor eigener Kulisse hatte sich die Truppe um Trainer Florian Hatt wahrlich anders vorgestellt. Doch es fing schon nicht gut an. Beide etatmäßigen Spielmacher Moritz Hoppe und Martin Langenfeld fielen aus. Hoppe fehlt wohl länger, bei ihm wurde Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostiziert. Ein Grippevirus verhinderte den ersten Auftritt von Neuzugang Langenfeld in der Kurstadt. Hatt musste improvisieren. Er schloss die Lücken am Regiepult mit Michael Rodrian und Co-Trainer Benny Blank, der auf das Feld zurückkehrte. Doch die Not linderte es kaum. Es fehlte die Struktur im TVB-Spiel, zusätzlich Rodrian als guter Distanzschütze auf der Flügelposition. Es krankte gleich doppelt: Der Turnverein fand defensiv keine Mittel gegen die agilen und treffsicheren Saarländer. Langenfeld und Hoppe als „Terrier“ in der direkten Mann-Mann-Verteidigung fehlten hier entscheidend. Aber auch offensiv lief nicht viel zusammen. Mit einer miserablen Wurfquote von den weiten Positionen machte der TVB den Gästen keine Angst. Darüber hinaus fehlte das schnelle Umschaltspiel, das Bergzabern letzte Runde noch so stark machte. „Die Ausfälle sollen keine Entschuldigung sein. Wir haben schlecht verteidigt, keinen Druck auf den Gegner aufgebaut. Die DJK Saarlouis spielte ihre Schnelligkeit geschickt aus, die uns komplett fehlte“, haderte Hatt. „Was bei uns alles nicht klappte, lief beim Gegner bestens. Auch aus der Distanz traf Saarlouis sicher, teils gegen direkte Behinderung.“ Nach dem ersten Viertel lag Bergzabern 10:15 zurück; noch chaotischer und ohne jede Ordnung in der Abwehr präsentierten sich die Südpfälzer im zweiten Teilabschnitt, den sie mit 21:31 an die kecken Gäste abgaben. Auch wenn es zur Halbzeitpause bereits düster aussah, gab es nach dem Seitenwechsel einen Hoffnungsfunken. Das TVB-Team kam verwandelt aus der Kabine, erhöhte das Tempo und kämpfte sich mit einem 19:9-Lauf bis auf 50:55 (30.) heran. Plötzlich war alles wieder möglich. Doch weit gefehlt – die Hatt-Schützlinge verfielen in alte Muster, agierten zu pomadig und nicht aufmerksam genug. Saarlouis übernahm wieder das Kommando und sorgte mit einer 11:0-Blitzserie für die schnelle Entscheidung. Beim Zwischenstand von 50:66 (33.) gaben sich die Kurstadt-Korbjäger schließlich geschlagen. Im schlechtesten Heimspiel der vergangenen zwei Jahre zeigte der TVB in den Schlussminuten gegen entfesselt aufdrehende Saarländer keine Gegenwehr mehr. So spielte der TVB Schmid (15 Punkte), Behrendt (15), Hartmann (10), Kastner (8), Rodrian (3), Lebailly (3), Pfaffmann, Emmrich, Blank. (uwe)