fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Christopher Koch: Künftig fünf Klassen tiefer am Ball

Christopher Koch (rechts) im Zweikampf mit Neal Gibs vom 1. FC Kaiserslautern beim Testspiel im Juni in Dudenhofen.
Christopher Koch (rechts) im Zweikampf mit Neal Gibs vom 1. FC Kaiserslautern beim Testspiel im Juni in Dudenhofen.

Echt jetzt, fünf Klassen runter? Stürmer Christopher Koch hat sich vom Oberligisten FV Dudenhofen verabschiedet, um als Spielertrainer beim TuS Wollmesheim weiterzumachen. In Dudenhofen hat er Freunde fürs Leben und seinen Trauzeugen gefunden. Was hat er vor?

Der Landauer Christopher Koch hat sich nach fünfeinhalb Jahren von seinen Mitspielern beim Oberligisten FV Dudenhofen verabschiedet. „Es hat richtig weh getan. Es war eine unbeschreiblich schöne Zeit, in der wir mit einem familiär geführten Dorfverein große sportliche Erfolge feiern konnten“, sagt der bald 28-jährige Stürmer. Einen Teil seiner Familie und viele Freunde sieht er künftig in Wollmesheim auf dem Sportplatz an der Birnbachstraße.

Koch kam im Sommer 2016 nach vier Jahren beim TB Jahn Zeiskam an die Iggelheimer Straße. Beim SC Hauenstein und beim FK Pirmasens wurde er ausgebildet. Beim FKP hat Peter Tretter, aktueller U21-Coach des 1. FC Kaiserslautern, ihn geprägt.

Pokalspiel gegen Lautern

In Dudenhofen hat er sich auf Anhieb einen Stammplatz erobert. Er behauptete sich gegen Topstürmer wie Marvin Sprengling oder Paul Stock, jetzt Profi beim hessischen Regionalligisten TSV Steinbach Haiger. Gleich im ersten Jahr stieg der FVD als Meister der Verbandsliga Südwest in die Oberliga auf, Koch führte mit 17 Saisontreffern die vereinsinterne Torschützenliste an. 2019 trugen Kochs Tore zum zweiten Aufstieg in die Oberliga in der Relegation der Vizemeister bei. Als Höhepunkt bezeichnet er das Halbfinale im Südwestpokal gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:2) am 3. April 2019 vor 7000 Zuschauern in Ludwigshafen.

Er hat in dieser Zeit in Pascal Thiede und Kevin Hoffmann Freunde fürs Leben gefunden. Hoffmann war sein Trauzeuge.

Zum ersten Mal Spielertrainer

Ab Januar wird Koch gleichberechtigter Spielertrainer an der Seite von Frank Röder beim TuS Wollmesheim in der B-Klasse Mitte sein. Warum wechselt er fünf Klassen tiefer? Koch erklärt: „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Frau und meiner Familie verbringen. Zudem hatte ich schon ganz früh das Ziel, einmal als Trainer zu arbeiten.“

Der Verkaufsassistent eines Landauer Autohauses hat in den vergangenen Jahren viel Zeit in den Fußball investiert. In der Vorbereitung standen häufig fünf oder sechs Trainingstage pro Woche auf dem Programm. Zu den Auswärtsspielen im Saarland verließ er meist morgens früh das Haus und kam erst am späten Abend zurück. Koch hatte auch mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Er hatte auf beiden Seiten den Mittelfuß gebrochen, in dieser Spielzeit setzte ihn eine Schambeinverletzung außer Gefecht. „Es hat auch mental viel Kraft gekostet, sich wieder zurückzukämpfen“, so Koch.

Eigenheim gesucht

Wollmesheims langjähriger Coach Frank Röder ist sein Cousin. Der Platz war vakant, weil dessen Bruder Ronnie Röder aus beruflichen Gründen im September aufhören musste. Wollmesheims Vorsitzender Stefan Burckgard freut sich auf die Verstärkung: „Christopher bringt neue Ideen und frische Impulse mit. Er führt schon Gespräche mit potenziellen Neuzugängen für die kommende Saison.“ Dabei wird Koch von seinem Mitspieler und Cousin Denni Adel, der sich im Verein auch um Sponsoren und Scouting kümmert, unterstützt. Komplettiert wird das Trainerteam von Co-Trainer Domenico Tornambe und Markus Böllinger, der sich um die Torhüter kümmert.

Koch ist begeisterter Dartspieler. Er möchte den Spaß am Fußball vermitteln und hat noch ein weiteres Ziel: Mit seiner Frau sucht er in Landau oder in einem der Stadtdörfer ein Eigenheim.

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