Voltigieren RHEINPFALZ Plus Artikel Chiara Congia vor ihrem vierten Championat

Die Offenbacherin Chiara Congia und ihr Doppelpartner Justin Van Gerven auf Eyecatcher. An der Longe Alexandra Knauf.
Die Offenbacherin Chiara Congia und ihr Doppelpartner Justin Van Gerven auf Eyecatcher. An der Longe Alexandra Knauf.

„Wir sind alle gut drauf und alle sind bereit. Jetzt muss es losgehen“, sagt Chiara Congia. Die 25-Jährige aus Offenbach startet ab Samstag bei den Weltmeisterschaften der Voltigierer im dänischen Herning.

Für Congia ist es bereits das vierte Seniorenchampionat. 2018 war sie in Tryon in den USA Weltmeisterin mit dem Kölner Team Norka und gewann auch die Nationenpreis-Wertung. 2019 folgte im niederländischen Ermelo der Europameistertitel im Pas de Deux mit ihrem Partner Justin van Gerven. 2021 gewann sie bei der EM in Budapest mit van Gerven Silber im Doppel.

Am Dienstag verspürte Congia noch keine große Anspannung: „Gerade bin ich relativ ruhig“, erzählte sie beim Packen ihrer Sachen. „Ich kann aber gar nicht sagen, wie es 2018 vor Tryon war.“ Congia fühlt sich optimal vorbereitet. „Wir haben zuletzt gezielt auf das Championat hintrainiert“, sagte sie. An den Küren des Teams, das Thema heißt Gedanken, und des Doppels – Congia und van Gerven turnen zu „Black Magic Woman“ – sei nichts mehr verändert worden.

Das Kölner Norka-Sextett vertritt Deutschland im Teamwettbewerb. Nach beeindruckenden Siegen in Belgien und in den Niederlanden hatte die Gruppe früh das Ticket für Herning gelöst. Das Vertrauen der Bundestrainer bestätigten Team und Doppel mit Siegen in Aachen. In Herning gelten deshalb beide als Titelfavoriten.

„Wir konzentrieren uns auf uns“

„Wir konzentrieren uns auf unser Ding, wollen unser Ding durchziehen“, sagte Congia. Bislang glich die Saison einem Durchmarsch, die Konkurrenz wurde deutlich distanziert. Das könnte sich in Dänemark ändern, denn in den vergangenen Monaten hat sich ein französisches Team um die derzeit weltbesten Einzelvoltigierer Lambert Leclezio und Manon Moutinho gebildet.

„Durch die Franzosen kommt Spannung hinein“, bemerkte Congia, „auf uns hat das aber keinen Einfluss.“ Die 25-Jährige will abliefern, im Doppel und im Team: „Wenn alles klappt wie es geplant ist, dann haben wir sehr gute Chancen.“ Drei Medaillen könnte Congia mit nach Hause bringen.

Familie und Freunde in der Halle

Congias Familie macht sich ebenfalls auf den Weg nach Dänemark, auch Angehörige und Freude ihrer Teammitglieder werden in der Halle sein. „Der Fanclub kommt mit, wir haben eine ganze Tribünenseite“, erzählte sie lachend. Dass ihre Familie sie zu den Championaten begleitet, freut sie.

Am Samstag um 9 Uhr stehen die Pflichtübungen der Teams auf dem Programm. Am Sonntag um 18 Uhr ist der erste Kürumlauf der Pas de deux vorgesehen. Am Montag, 8. August, 15.30 Uhr, fällt in der Kür die Entscheidung bei den Teams. Am Mittwoch, 10. August, steht ab 11 Uhr mit der zweiten Kür die Entscheidung im Doppel an. Ab 13 Uhr wird im Nationenpreis der letzte WM-Titel der Voltigierer vergeben.

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