Lokalsport Südpfalz
Boxen: Zweite Kampfnacht im Landauer Universum-Kino am 17. April oder später
Henry Bartsch, Besitzer der Kneipen „Hexestub“ und „S’Eck“ in Landau, hat auf die Kritiken der ersten Boxgala im Universum Kinocenter gehört: „Ich habe gesagt bekommen, dass manche Kämpfe schwach waren, zu schnell vorbei waren. Wir haben diesmal versucht, nur spannende Kampfpaarungen zu organisieren.“
„14 intensive, professionelle Kämpfe“ sollen geboten werden, sagte Bartsch Ende vergangener Woche. Darunter Kickboxen, MMA, Jugendkämpfe und ein Frauenboxkampf. Viele von Dabschahs Landauer Schützlingen sollen wieder mit dabei sein, die Gegner unter anderem aus Wiesbaden, Frankfurt und Pforzheim kommen. Die 22-jährige Augsburgerin Cheyenne Hanson (sechs Siege, eine Niederlage) würde im Super-Bantam-Gewicht um den Deutschen Meistertitel kämpfen.
„Es gibt jetzt kein Fallobst mehr“
„Außerdem haben wir einen VIP-Bereich für 100 Leute mit Catering“, plant Bartsch. Am Ring würden neben den Punkterichtern der German Boxing Association auch Kommentatoren des live im Internet übertragenden Dienstes fight24.tv sitzen.
Der Landauer Diyab Dabschah will in seinem 15. Profikampf seinen 15. K.-o.-Sieg im Mittelgewicht. Der Gegner des 29-Jährigen ist, so ist es geplant, Jesus Aviles aus Peru (neun Siege, drei Niederlagen). „Wir haben mal nachgerechnet. Wenn Diyab gewinnt, müsste er in der Weltrangliste des Mittelgewichts in die Top-50 rutschen. Das ist dann schon Champions League“, sagte Bartsch. Dabschah ist 144., Aviles auf Rang 50. „Es gibt jetzt kein Fallobst mehr“, sagte Bartsch. Der Manager ist zuversichtlich: „Diyab hat sich viele Boxer angeschaut. Aviles liegt ihm vom Boxstil her. Außerdem hat er konditionelle Vorteile.“
Zwei Ersatztermine im Herbst
Der Sprung nach oben kann groß sein. Genau so groß wäre aber auch der Fall bei einer Niederlage. „Dann bräuchten wir mindestens ein Jahr, um wieder dahin zu kommen, wo wir gerade sind“, so Bartsch.
Ob der Peruaner überhaupt in den Flieger steigen darf oder in Südamerika auch bald ein Ein- und Ausreiseverbot aufgrund des Coronavirus herrscht, ist fraglich, auch, ob der Termin 17. April eingehalten werden kann. Bartsch ist vorbereitet: „Ich habe schon zwei Ersatztermine im September und im Oktober reserviert.“
Ob nun im April oder im Herbst: Bartsch rechnet mit einem vollen Kinosaal. 530 Plätze wird es geben. „Wir haben schon jetzt 130 Reservierungen von unseren Sponsoren. Dieses Mal haben wir auch mehr Zeit für die Planung“, sagt er. Karten zu je 38 Euro können in der Hexestub oder im Universum vorbestellt werden.