Basketball
Big Points der Bad Bergzaberner
Hat er die Trendwende in der 2. Basketball-Regionalliga eingeläutet? Auf jeden Fall holte der TV Bad Bergzabern nach einer langen Negativserie mit dem 58:45 (24:28)-Sieg gegen den Tabellennachbarn BBA Gießen 46ers Big-Points, um die wichtige Distanz zu den Abstiegsplätzen zu halten.
Es war keine Gala. Das herbeigesehnte Erfolgserlebnis verdienten sich die Kurstadt-Korbjäger aufgrund einer hochintensiven, effizienten Verteidigungsleistung sowie einer starken Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit. „Wir haben endlich einmal wieder Energie aufs Feld gebracht. Hatten wir die letzten Wochen zu wenig Luft, so konnten wir jetzt das komplette Spiel über eine starke Defensivleistung aufs Feld bringen“, sagte Andrej Schmid. Das Drei-Punkte-Ass war Bergzaberns erfolgreichster Spieler und machte offensiv den Unterschied zwischen beiden Mannschaften aus.
Nach der Halbzeit schlau
„In der ersten Halbzeit waren wir im Angriff nicht gut. Doch mit der viel besseren Team-Performance nach Seitenwechsel aus einer extrem effektiven Abwehr heraus haben wir auch vorne vieles schlau angestellt. Wenn es unterm Korb klappt, wir im brettnahen Bereich Druck und Gefahr erzeugen, dann klappt es auch auf den Außenbahnen“, erzählte der TVB-Topscorer. „Dann bekomme ich auch gute Wurfmöglichkeiten von den weiten Positionen. Das hat gegen Gießen wieder richtig gut geklappt.“
Schmid erzielte unter anderem drei Dreier in wichtigen Spielphasen und damit mehr als die Hälfte aller TVB-Treffer von der 6,75-Meter-Marke. Und dreimal so viele wie die 46ers, die nur einen einzigen Dreier im gesamten Match in die TVB-Reuse versenkten.
Die Wende
Im dritten Durchgang starteten die TVB-Cracks auf die Erfolgsspur durch. Mit einem klar gewonnenen Viertel (19:6) schaffte die Mannschaft um Trainer Jeremy Black die Wende und die Vorentscheidung. Den ersten großen Schub brachte eine 11:0-Serie vom 27:32 zum 38:32. Auch die erzielten Treffer in der spielentscheidenden Phase entzückten die TVB-Fans – sie waren aus dem Regal „zuckersüß“. Zum Beispiels Schmids perfekt angesetzter Dreier, kurz darauf der freche „No-Look“-Rückhand-Korbleger von der Grundlinie kommend nach starkem Dribbelsolo von Martin Langenfeld. Oder kurz darauf Schmids Einhand-Korbleger „fliegend“ an zwei Gegenspielern vorbei.
Dank kompromisslosem Ausblocken unter den Körben, der klar gewonnenen Lufthoheit bei den Rebounds und dem nicht Zulassen von freien Gießener Abschlüssen bauten die Black-Schützlinge ihren Vorsprung kontinuierlich aus (43:34, 50:37). Den Sieg hielten die Südpfälzer in den Schlussminuten fest in der Hand. Zwei Dreier von Schmid und Gaspard Hurtel in der Schlussminute krönten den starken TVB-Auftritt.
Guten Rhythmus gefunden
„Wenn man nur 45 Gegentreffer bekommt, hat man vieles richtig gemacht. In der zweiten Hälfte funktionierte es auch offensiv richtig gut. Wir spielten schneller, kamen in einen guten Rhythmus und fanden mit großer Geduld immer wieder gute Wurfmöglichkeiten. Den Ball rein in die Zone, den Ball wieder raus auf die Außenbahnen. Da war viel Bewegung drin, was wir zuletzt nicht hatten. Und wir leisteten uns weniger Ballverluste. Auch das war eine wichtige Erkenntnis“, meinte TVB-Spielertrainer Jeremy Black. „Sicher war noch nicht alles perfekt. Doch es war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das Match war kein Offensivspektakel – doch ich würde immer wieder so ein Spiel und einen Sieg nehmen, wenn wir jedes Mal so gut verteidigen.“
So spielte der TVB: Schmid (18 Punkte), Behrendt (13), Langenfeld (11), Black (8), Hurtel (3), Wroblewski (3), Tübel (2), Bergmann, Reisberger.