fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bibelschule in Kalifornien

 Spielleiter Manfred Weck (von links) mit Johann Mees und Jannis Fetzner, die ausscheiden, und Teammanager Patrick Pfaff.
Spielleiter Manfred Weck (von links) mit Johann Mees und Jannis Fetzner, die ausscheiden, und Teammanager Patrick Pfaff.

„Du wirst uns sehr fehlen. Wir hoffen alle, dass du in einem Jahr wieder zurückkommst“, sagte Zeiskams Stadionsprecher Wolfgang Sinn vor dem letzten Heimspiel der Fußball-Verbandsliga-Saison gegen den SC Idar-Oberstein zu Johann Mees.

Der 23-jährige Bruder von Philipp Mees kehrte 2019 vom VfB Hochstadt zurück und eroberte sich einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Er besucht für ein Jahr eine Bibelschule in der kalifornischen Kleinstadt Redding, um sich fortzubilden und soziale Einrichtungen zu unterstützen.

Zeitgleich mit Mees kam der gleichaltrige Mittelfeldspieler Jannis Fetzner an die Sauheide. Er bestritt 47 Pflichtspiele und nahm für jedes Training 80 Kilometer vom badischen Spöck auf sich. „Jannis ist ein ganz feiner Mensch, der sich sofort integriert hat“, so Jahn-Spielleiter Manfred Weck. Fetzner schließt sich dem badischen Verbandsligistin Olympia Kirrlach an.

Innenverteidiger muss aufhören

Sinn wünschte Aaron Vester „viel Gesundheit. Für dich steht die Tür in Zeiskam jederzeit offen.“ Der 27-jährige Innenverteidiger kam im vergangenen Sommer vom Landesligisten SV Geinsheim. Bitter: Er konnte nur wenige Vorbereitungsspiele bestreiten. Wegen einer Zehenkrankheit muss er seine Karriere beenden. Nach nur einem Jahr mit wenig Einsatzzeit verlassen Manuel Gaa (zum FV Dudenhofen II) und Alexander Pirogov (Ziel unbekannt) den Verein.

Gegen den Vizemeister Idar-Oberstein verabschiedete sich die Mannschaft mit einer konzentrierten Leistung in die Sommerpause. Trotz eines Eckballverhältnis von 9:2 für die Gäste verdiente sie sich den Punkt, weil sie sich viele Torchancen erarbeitete. Die größte Möglichkeit vergab Konstantinos Saitis, der vor der Pause alleine aufs Tor zulief. Er schoss dem herausgeeilten Idar-Keeper Michel Schmitt in die Arme.

Roneckers glückliches Händchen

Das 0:1 fiel nach einem Ballverlust an der Außenlinie. Das Leder landete bei Philipp Schneider, der mit einem satten Schuss Zeiskams Torhüter Benny Baumann überwand (36.). In der 80. Minute hatte Jahn-Trainer Stefan Ronecker ein glückliches Händchen, er wechselte Merlin Rudisele für Nico Kruppenbacher ein. Acht Minuten später sorgte der Joker mit einem Flachschuss für den Ausgleich.

Die Gelb-Rote Karte für Janik Subas in der 85. Minute war der dritte Feldverweis eines Zeiskamers in zwei Spielen wegen Reklamierens. Weck: „Darüber müssen wir sprechen. Das geht so nicht, das darf sich in der nächsten Saison nicht wiederholen.“ Mir der Leistungs des Teams zeigte er sich sehr zufrieden: „Wir haben einem gestandenen Oberligisten Paroli geboten.“

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