Lokalsport Südpfalz Benders Grätsche gut für einen Punkt

91-82299206.jpg

OFFENBACH (mame). Es geht in kleinen Schritten vorwärts, aber ob sich damit das angestrebte Ziel einer Verlängerung der Klassenzugehörigkeit in der Fußball-Verbandsliga erreichen lässt? 1:1 (0:0) trennte sich der FSV Offenbach am Samstag vom SC Idar-Oberstein.

Auch wenn SCI-Trainer Murat Yasar nicht glücklich über den Ausgang der Begegnung war: Seiner Elf hilft der Punkt mehr als den abstiegsbedrohten Gastgebern, wo Spielleiter Hans Guthy anmerkte: „In unserer Situation hilft nur ein Dreier.“ Der SC hält nämlich so den FSV auf Distanz. „In Anbetracht der Situation, in der sich beide Teams vor dem Spiel befanden, konnte man nicht mit einem schönen Spiel rechnen“, erklärte Yasar die nur wenigen Höhepunkte der Begegnung. „Beide Teams wollten hinten nichts zulassen und standen tief.“ Der Sportclub hatte die ersten Chancen: FSV-Keeper Christoph Gadinger rettete zunächst gegen Justus Klein per Flugeinlage zur Ecke (5.), hatte nach einem Pressschlag aber Glück, dass der Ball noch auf der Latte landete (9.) und hielt stark im Eins-gegen-Eins, als Deniz Göymen frei vor ihm auftauchte (33.). Das war es dann auch schon in Durchgang eins, in dem von den Gastgebern offensiv so gut wie nichts zu sehen war. Das Spiel des FSV lief zumeist über die rechte Seite und den aber meist glücklosen Michael Bittner, während links Janik Schneider kaum einen Ball sah. Trainer Dietmar Bittner hatte seine Mannschaft umgestellt: Timo Steigner kehrte in die Startelf zurück, Philipp Bender ebenso, womit der Trainer eine Spitze für einen zweiten Sechser opferte. Zum einen verdichtete Bittner so das Mittelfeld, zum anderen konnte er den A-Jugendlichen Christoph Wörzler erst mal schonen für die wichtige Partie der Jugendlichen am Tag darauf. Weil Steigner rechts verteidigte, rückte Dominic Bach auf links und Alexander Mellein nahm auf der Bank Platz. Nach dem Seitenwechsel schien der Bittner-Plan aufzugehen. Der bis dato beschäftigungslose SC-Torsteher Andreas Forster musste in der 50. Minute nach der ersten FSV-Möglichkeit den Ball aus dem Netz holen. Michael Bittner hatte aus 18 Metern draufgehalten und den Ball zur Freude der FSV-Fans unter den 120 Besuchern flach rechts unten versenkt. Dass die weiter nicht wirklich zwingend und schon gar nicht brasilianisch agierende Gäste-Elf noch zum Ausgleich kam, lag an einem nicht unumstritten Strafstoß, den Referee Andreas Keilhauer nach Rücksprache mit seinem Assistenten gab. Gadinger hatte SC-Angreifer Thiemo Stavrdis im Sechzehner gelegt, dabei aber auch den Ball gespielt. Xavier Do Nascimento verwandelte den Strafstoß sicher rechts oben (71.). Bis auf eine Chance des in der 62. Minute für Bittner eingewechselten Wörzler, die wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (75.), tat sich bis zur Nachspielzeit nichts mehr. Die Begegnung fand fast ausschließlich im Mittelfeld statt. Wobei nach Bittners Ausscheiden die Partie plötzlich mehr über die linke FSV-Seite nach vorne getragen wurde. Dennoch kann der FSV glücklich sein, wenigstens einen Zähler mitzunehmen. Zu verdanken hatte er dies dem Franzosen im Team. Denn in der 91. Minute hatte der SC noch zwei Riesenchancen: Zuerst traf Alexander Davidenko nur die Latte. Den Abpraller zog der kurz zuvor eingewechselte Erby Ghazar auf das FSV-Tor, mit großem Einsatz grätschte Bender den Ball kurz vor der Linie ins Aus. Trainer Bittner stellte nach der Partie fest, dass seine Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte große Probleme im Spielaufbau gehabt habe: „Mit dem 1:1 müssen wir zufrieden sein, denn Idar hatte mit der spielstarken Offensive seine Möglichkeiten. Gadinger hat aber hervorragend gehalten. In der zweiten Hälfte hätten wir konsequenter sein müssen und hatten Chancen, das Spiel auch für uns zu entscheiden.“ So spielten sie FSV Offenbach: Gadinger – Steigner, Evrard, Hayes, Bach – Bender, Hörner – Bittner (62. Wörzler), Meinzer, Schneider - Stock

x