Fussball
Büchelbergs Volker Brecht zum Trainerwechechsel: „Das ist Fußball, das kann passieren“
Nur wenige Tage vor dem entscheidenden ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga Südwest hat der SV Büchelberg seinen Trainer Kevin Apfel entlassen. Interimscoach ist Volker Brecht, langjähriges Vorstandsmitglied des SV Büchelberg. Im Interview nennt er die Beweggründe zu der Entscheidung.
Herr Brecht, hat der Trainerwechsel gefruchtet?
Gegen Grünstadt haben wir das viel bessere Spiel gemacht, das muss man sagen. Aber wir haben eine andere Situation. Wir haben Spieler dabei, die teilweise zwei Mal in der Relegation in den Vorjahren gescheitert sind, deswegen ist das eine ganz andere Voraussetzung. Der Kopf ist noch nicht frei. Grünstadt hängt noch drin. Es war die Aufgabe, den Kopf frei zu kriegen.
Wie lief die Vorbereitung?
Super! Es war wenig Training, mehr Fußballtennis, Spiel, Einzelgespräche mit mir oder mit der Mannschaft, abends zusammensitzen und sich gegenseitig motivieren. Fußballspielen kann ich den Jungs nicht beibringen, das hat der Kevin Apfel schon sehr gut gemacht.
Wie hat die Mannschaft den Trainerwechsel aufgenommen?
Kevin hat sich am Freitag noch verabschiedet vor der Mannschaft. Da gab es viele Tränen, das muss man sagen. In der Mannschaft ist keiner, der sagt, ja, das war richtig, aber auch keiner, der sagt, das war nicht richtig. Wir haben uns in die Situation gebracht. Das ist Fußball, das kann passieren. So hat es Kevin auch aufgenommen. Die Mannschaft zieht das Positive raus und sagt: Jetzt müssen wir liefern.
Wäre der Trainerjob in der Zukunft doch noch mal was für Sie, nach fast 30 Jahren Abstinenz?
Nein, wenn mache ich das in der Jugend. Da habe ich vor drei Jahren mal ausgeholfen. Aber sowas, wie das Spiel nun, das ist nichts für mein Herz.