Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Auftakt in Offenbach mit kleinen Rätseln

In Offenbach wird wieder Handball gespielt. Im Bild Tino Gläßgen.
In Offenbach wird wieder Handball gespielt. Im Bild Tino Gläßgen.

Am Sonntag um 18 Uhr trägt Handball-Oberligist TV Offenbach sein erstes Pflichtspiel im Sportjahr 2021 aus. Gegner in der Queichtalhalle: Quasi-Aufsteiger TV Nieder-Olm.

Der Neuling aus der Rheinhessenliga ist kein richtiger Neuling. Bereits zur abgebrochenen Saison 2020/21 hatten die Gäste einen Startplatz in der Oberliga gebucht. Nach nur einem Auftritt sind die Nieder-Olmer für TVO-Coach Michael Übel ein kleines Rätsel: „Wir kennen sie nicht so gut“, gibt der Offenbacher zu. Er möchte nicht zu viel in das einzige Oberliga-Spiel vor einem Jahr hineininterpretieren: „Damals haben sie eine offensive 6-0 gedeckt, das würde unserem Kreisläuferspiel entgegenkommen. Was sie gut machen, ist das Spiel über die erste und zweite Welle. Da kommen sie relativ schnell hinten raus.“

Der eine oder andere Nieder-Olmer ist dem TVO bekannt: Lucas Jenne hat zu Pfalzligazeiten beim TSV Kuhardt gespielt. Anton Domaschenko war mit der SG Gösenroth/Laufersweiler in der Oberliga-Qualifikation gegen den TVO dabei.

„Wer weniger Fehler macht, wird gewinnen“

Ohnehin ist es Übel viel wichtiger, auf die eigenen Stärken zu vertrauen – auch wenn im ersten Pflichtspiel nach über einem Jahr die Erwartungen an sich selbst nicht zu hoch liegen sollen. „Im Positionsspiel werden bestimmt einige Automatismen noch nicht greifen, das ist nach jeder Vorbereitung so. Wichtig ist mir vor allem die richtige Einstellung, der nötige Kampf. Einige Dinge werden einfach noch nicht so funktionieren wie wir es gewohnt waren“, sagt der Coach.

Stichwort Fehlerminimierung. „Wir hatten in den letzten Vorbereitungsspielen zu viele Fehler. Wer am Sonntag weniger macht, wird gewinnen.“

Schachbrettverteilung und andere Auflagen

Kadertechnisch sieht es bei den Südpfälzern gut aus. Alle Spieler sind mit dabei, was allerdings nicht heißt, dass auch alle fit sind. Die Verletztenliste der vergangenen Wochen ist lang, wenige Spieler waren zuletzt im Trainingsbetrieb. Felix Kästel, Maximilian Daum, Fabian Graap, Maximilian Staats, Lukas Klein und Felix Kunz haben alle mit verschiedenen Körperteilen und –stellen ihre Probleme. Bei Kunz müsse man vorsichtig sein, er sei „für den Notfall“ mit auf der Bank, sagt der Trainer. Dennoch: Das Ziel, jedes Heimspiel in der „Hölle Süd“ zu gewinnen, steht auch dieses Jahr. Übel: „Wir freuen uns richtig. Nach einem Jahr endlich wieder vor unserem Publikum zu spielen, ist schon ein kleines Highlight für jeden von uns.“ Auch mit Schachbrettverteilung auf der Tribüne und anderen Corona-Auflagen.

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