Lokalsport Südpfalz Angefressen und mit Tiefenvorteil
«BAD BERGZABERN.» Sonntagsspaziergang am Samstagabend: Souverän mit 92:60 (47:25) gewann der TV Bad Bergzabern in der 2. Basketball-Regionalliga Südwest gegen die Gladiators Trier II. Genau die richtige Reaktion nach der Niederlage beim Titelanwärter TV Idstein.
Diesmal nicht spektakulär, nicht überragend – dafür aber grundsolide mit beeindruckender Spielkontrolle und Abgezocktheit. „Wir haben vielleicht fünf Minuten gebraucht, bis wir richtig im Match angekommen waren. Dann war Schluss mit dem Hin und Her. Das komplette Match haben wir dominiert“, sagte TVB-Trainer Florian Hatt. „Die Jungs waren noch angefressen von der Leistung in Idstein. Da war jeder enttäuscht und wollte zeigen, dass wir mehr drauf haben.“ Hatt unterstrich, dass harte Arbeit hinter dem Ergebnis stand. „Die Trierer Truppe ist das Projektteam für den Pro-A-Zweitligisten. Der Bundesliga-Nachwuchs verteidigt hart, spielt aggressiv, frisch und vor allem auch schnell. Zeit zum Verschnaufen blieb da nicht“, meinte Hatt. „Wichtig war, dass ab Mitte des ersten Viertels Martin Langenfeld Triers Topscorer, den Amerikaner David Lee Turner, gut im Griff hatte und offensiv stark einbremste.“ Nach zehn Minuten hatte sich Bergzabern bereits einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Fast doppelt so viele Punkte hatten die Hatt-Schützlinge zur Pause auf dem Konto. Die unterschiedliche Tiefe in den Teams brachte den Einheimischen einen deutlichen Vorteil. Bergzabern entfachte von allen Positionen Korbgefahr, da war Trier berechenbarer. Im dritten Durchgang gab’s einen Durchhänger, ohne dass ernsthaft der deutliche Vorsprung in Gefahr war. Der Turnverein passte sich Triers Tempospiel an, vergaß dabei aber die sonst so gut gezeigten Strukturen. Weniger Teamspiel, mehr Einzelaktionen und auch vergebene Angriffsaktionen waren die Folge. 19:18 gewannen die Gäste diesen Teilabschnitt. Was die TVB-Cracks können, beweisen sie wieder im vierten Viertel, in dem sie die Rebound-Hoheit zurückeroberten und die Angriffe wieder durchdachter mit teils traumhaften Passstafetten vortrugen. „Wichtig war, dass wir unseren Matchplan gut umsetzten“, erklärte Hatt. „Dass man bei einer solchen großen Überlegenheit nicht konstant konzentriert bleibt und das Spiel zwischendurch auch mal etwas dahinplätscherte, liegt in der Natur der Sache.“ So spielten sie TV Bad Bergzabern: Behrendt (23 Punkte), Black (20), Wroblewski (15), Schmid (14), Larsen (7), Langenfeld (5), Bergmann (4), Laxa (2), Strepp (2), Adam