fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Am Sonntag B-Klasse-Topspiel in Spirkelbach

Ben Braun, Torhüter des Spitzenreiters, in einem früheren Spiel gegen Wernersberg/Spirkelbach.
Ben Braun, Torhüter des Spitzenreiters, in einem früheren Spiel gegen Wernersberg/Spirkelbach.

Nach dem nachgeholten Pokalspiel gegen den TuS Schaidt hat der ASV Lug/Schwanheim das Spitzenspiel in der Fußball-B-Klasse West in Spirkelbach vor sich: Der Rangzweite SV Wernersberg/Spirkelbach erwartet am Sonntag um 15 Uhr den ungeschlagenen Primus. Lug/Schwanheim hat sieben Punkte Vorsprung.

Jan Ohlert ist als stellvertretender Vorsitzender beim SV Wernersberg/Spirkelbach zuständig für den sportlichen Bereich. Er bespricht sich mit Spielertrainer Steffen Fecht, ist bei Sitzungen des Mannschaftsrats dabei und organisiert Feste. Er wollte als Spieler kürzertreten. Wegen der dünnen Personaldecke ist der 34-Jährige jedoch wieder dabei.

Ohlert: „Wollten keine Spieler abwerben“

Der Oberotterbacher wohnt seit einigen Jahren in Wernersberg, dem Heimatort seiner Frau. Der gelernte Kfz-Mechaniker arbeitet bei Daimler-Benz in der Steuerungsabteilung in Früh- und Spätschicht. Er spielt viele Jahre bei den Sportfreunden Steinfeld, später bei der Spielvereinigung Oberhausen/Barbelroth. Er erklärt, warum der Verein trotz sportlicher Qualifikation im vergangenen Jahr auf das Aufstiegsrecht in die A-Klasse verzichtet hat: „Es war eine Mehrheitsentscheidung der Mannschaft. Es hatte sportliche Gründe. Wir heißen jeden neuen Spieler willkommen, wollten jedoch von anderen Vereinen keine Spieler abwerben.“ Dafür ist es gelungen, Johannes Wendel und Kevin Klein, zwei Kicker aus dem Dorf, zu reaktivieren.

Die Liste der Ausfälle ist lang: Tim Malewski, Kevin Weilacher und Danny Christmann fehlen aus privaten Gründen. Pascal Dittmar ist im Urlaub, Sebastian Klein (Muskelfaserriss) und Simon Onolfo (Schulter) sind verletzt. Kevin Wirtwein muss arbeiten, Neuzugang Boris Dahler ist nach Roter Karte noch gesperrt.

Sprungkrafttraining

Der ASV Lug/Schwanheim kann wohl personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir wollen unsere weiße Weste behalten“, so ASV-Coach Gerhard Fitzthum. Lediglich der Einsatz von Jonas Haus (Zerrung) und Niklas Schuster (muskuläre Probleme) ist fraglich.

Das Tor des Spitzenreiters hütet Ben Braun. Gelegentlich wechselt er sich mit dem Bulgaren Damyan Kadiev ab. Braun meint: „Es ist positiv und fördert die Leistung, wenn zwei gleichwertige Torhüter da sind.“ Torwarttrainer ist sein Vater Harald. Beide arbeiten speziell an der Sprungkraft, weil der Junior nur 1,70 Meter groß ist. Der 19-Jährige ist ein mitspielender Torhüter mit guter Technik und schnellen Reaktionen. Sein Ziel ist der höherklassige Amateurfußball. Aktuell fühlt er sich beim ASV wohl, denn viele Mitspieler sind aus seinem Jahrgang.

Braun wohnt in Lug. Er arbeitet im Vorstand mit und ist einer von zwei Platzwarten. Bei einer Offenbacher Firma für Mess- und Regeltechnik ist er in der Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.

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