Lokalsport Südpfalz „Am Ende ist das Unentschieden in Ordnung“

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ZEISKAM (jmr). Fast hätte es der Turnerbund Jahn Zeiskam geschafft und dem Verbandsliga-Primus TuS Mechtersheim ein Bein gestellt. So strauchelten die Gäste beim 2:2 (1:1) im Nachholspiel am Samstagnachmittag zwar, fielen aber nicht (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete).

„Wir wussten, dass sie einen Torhüter haben, der auf der Linie Ligabester ist, aber im Strafraumspiel so seine Probleme hat. Das wollten wir ausnutzen“, erklärte TB-Übungsleiter Sahin Pita nach der Begegnung. Zweimal ging dieses Konzept auf. Erst leistete sich die TuS-Abwehr einen groben Schnitzer, als sie TB-Stürmer Serkan Toker den Ball schenkte, zudem stand TuS-Schlussmann Konstantin Stengel zu weit vor dem Tor. So hatte Toker kein Problem, mit einem schönen Lupfer das 1:0 zu erzielen (9.). Ein wenig profitierte Zeiskam auch von dem Umstand, dass Mechtersheims Kapitän Andreas Brill kurzfristig mit einer Grippe ausgefallen war und Mechtersheim Bojan Custic in die Innenverteidigung beordert hatte. Die neue Abwehrkette des Tabellenführers präsentierte sich alles andere als sattelfest. Dafür kam die Offensive der Gäste nach einer Viertelstunde besser ins Spiel, Yannick Immel vergab die erste Großchance. Dann tankte sich Angelo Ietro nach Zusammenspiel mit Immel über links durch und traf unhaltbar für TB-Torhüter Steffen Hess zum 1:1 (24.) ins lange Eck. TuS-Stürmer Eric Veth besaß im Anschluss zwei gute Chancen, um das Spiel vollends zu drehen, zielte aber zu ungenau. Dagegen presste Zeiskam konsequent. Ein haarsträubender Fehlpass von TuS-Innenverteidiger Thorsten Ullemeyer landete bei Maurice Hafner, der aber freistehend im Strafraum vertändelte. Sahin Pita raufte sich an der Seitenlinie die kurzgeschorenen Haare. Er durfte dann ansehen, wie Veth im gegnerischen Strafraum zwei Verteidiger fällte, was diesem die Rote Karte einbrachte. „Der Ball war weg, er hat den Gegenspieler dennoch gefoult“, erläuterte der Winnweilerer Unparteiische Manuel Brell seine Entscheidung gegenüber der RHEINPFALZ. Zeiskam kam mit einem klaren Plan aus der Pause: Druck auf die Mechtersheimer weiter erhöhen und den nicht gerade überzeugenden Primus zu weiteren Fehlern zwingen. Und die blieben nicht aus. TuS-Torhüter Stengel wehrte einen Ball flach ab, der Ball kam zu Christopher Koch und der kam zum Abschluss; aber Brell wertete die Abwehraktion von Mechtersheim Custic als Foul: Elfmeter. Pascal Thiede verwandelte sicher ins linke Eck zum 2:1 (76.). Dieser Treffer war der Weckruf für die Gäste, in Unterzahl nahmen sie das Heft in die Hand. Mit der Einwechslung von Danko Boskovic wurde das Offensivspiel belebt, auch Maximilian Krämer kam. Beide hatten gleich zwei Chancen (78., 80.). „Wenn du aus dem Spiel einen Eckball gegen dich bekommst, bist du vorbereitet. Ein unnötiger aber führt zu Chaos“, sollte Pita später feststellen. Er bezog sich auf das 2:2, das Ullemeyer per Kopf erzielte (81.). Danach hatte Pitas Mannschaft Glück, dass Boskovic zwei weitere gute Möglichkeiten zum Gästesieg ausließ (87., 88.). „Klar war mehr drin, aber am Ende ist das Unentschieden in Ordnung“, fasste der TB-Trainer das Spiel zusammen. Die Mannschaft habe gut dagegengehalten und aufopferungsvoll gekämpft. Mit ein wenig mehr Glück, wäre an diesem Tag ein wenig mehr für den Außenseiter drin gewesen. So spielten sie TB Jahn Zeiskam: Hess - Meyer, Padberg (46. Wiegerling), Steinel, Sitter - Koc, Bottaccio, Koch, Thiede - Toker (82. Kiefer), Hafner TuS Mechtersheim: Stengel - Böcher, Ullemeyer, Custic, Petrescu - Immel (46. Boskovic), Simon - Selzer (90.+2 Lintz), Imre, Ietro (69. Krämer) - Veth

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