Lokalsport Südpfalz Alles auf Anfang

Klaus Fremgen bei der Teampräsentation vor vier Jahren. Sabine Bott (neben ihm) und Judith Köhrer (hinter ihm) sind noch dabei.
Klaus Fremgen bei der Teampräsentation vor vier Jahren. Sabine Bott (neben ihm) und Judith Köhrer (hinter ihm) sind noch dabei.

«BAD BERGZABERN.»„Als Lisa und Anna Rapp mich vor einigen Wochen ansprachen, wieder zurückzukommen und mit den Mädels einen Neuanfang in der Landesliga zu starten, musste ich nicht lange überlegen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt Klaus Fremgen im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Das Team will ernsthaft trainieren und leistungsorientiert spielen. Die Strukturen stimmen – ich freue mich auf die neue Runde.“ Fremgen macht keinen Hehl daraus, dass er zuletzt als U18-Coach bei der männlichen Jugend nicht mehr zufrieden war. Ein neuer Reiz sei sinnvoll. Dass dies unter dem Dach des TV Bad Bergzabern passiert, ist bei ihm selbstredend – einer treuen Seele, einem, der als Lehrer am Alfred-Grosser-Schulzentrum eine Schüsselrolle beim Netzwerk Schule und Verein einnimmt und von Kindheit an am TVB hängt. Die Rapp-Schwestern, die das Herzstück der TVB-Damen sind, lotsten ihn schon mal zum „weiblichen Geschlecht“. Felix Russy hörte nach dem Gewinn der Landesliga-Meisterschaft als Trainer auf. Mit Fremgen etablierte sich das Team schnell in der Oberliga, verpasste im ersten Jahr den Aufstieg nur knapp in der Relegation und stieg ein Jahr später als Meister in die Regionalliga auf. Dort sorgte der Südpfälzer Club aus der kleinsten Stadt in der dritthöchsten Spielklasse in der ersten Saison für Furore. In der zweiten Runde ging es abwärts. Nach einem schweren zweiten, durch viele Verletzungen geprägten Jahr gab es den Schritt zurück in die Oberliga und die Trennung von Klaus Fremgen. Jetzt, wo alles wieder bei „null“ beginnt, kommt der einstige Erfolgscoach wieder zurück zu den TVB-Mädels. „Mit Anna und Lisa Rapp sowie Sabine Bott stehen drei Routiniers zur Verfügung. Es sind aus dem alten Team mit Suzan Koltan, Sonja Hiegle und Judith Köhrer aber auch andere Leistungsträgerinnen aus der Oberliga geblieben“, sagt Fremgen. „Wichtig wird jetzt in der Landesliga sein, unsere großen Talente, wie zum Beispiel Lea Kreutz und Nora Zoller, im Erwachsenenbereich weiter zu entwickeln.“ Fordern und Fördern – das sind die Grundprinzipien von Fremgen, der das Team in der oberen Tabellenregion einnisten will. Mit Tanja Matz, Sandra Weis, Julia Ditz, Teresa Göttel, Tina Walther und Nadine Erdmann stehen weitere Eigengewächse zur Verfügung. Nicht mehr dauerhaft aus Studiengründen, aber voraussichtlich gelegentlich stehen die ehemaligen Leistungsträgerinnen Saskia Busch und Anna Schmitz zur Verfügung. Fremgen steht zwar nicht Woche für Woche, aber im Idealfall ein großer 16er-Kader zur Verfügung. Am 22. September ist das erste Heimspiel. Der BBV Landau beginnt eine Woche eher.

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