Radsport
1. Mai in Offenbach: Aus in der ersten Runde
Großen Sport bot der RV Offenbach bei seinem 63. Radrenntag am 1. Mai. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Fette Reifen und Klappräder, wie breit der Radsport aufgestellt ist. Schon lange vor dem Hauptrennen war um die Mittagszeit reichlich Trubel am Veranstaltungsmittelpunkt.
Über 100 Kinder beteiligten sich am Fette-Reifen-Rennen mit Straßenrädern und Mountainbikes. Rennräder waren nicht zugelassen. Vergleichsweise erfahrene Sportler mit Trikots südpfälzischer Vereine teilten sich die Strecke mit Kindern, die zum ersten Mal eine Startnummer bekamen. Die einen waren fokussiert von Anfang bis Ende, andere hatten Schwierigkeiten, die Konzentration auf das Wesentliche beizubehalten. Hier Musik, da ein Grillfest, lautstarke Anfeuerung von allen Seiten sowieso – einige realisierten erst im letzten Moment, dass die Verkehrsinsel nicht ausweicht.
Klapprad Open
Der nächste Höhepunkt: Die Klapprad Open mit über 50 Teilnehmern. Erlaubt waren nur Klappräder mit 20-Zoll-Reifen ohne Gangschaltung. Tim Mathes (RV Offenbach) krönte sich zum Dorfmeister vor Christian Pfadt (Sparkasse Südpfalz Offenbach) und Luca Krull (RVO). Landrat Dietmar Seefeldt (Grauer Star) war am Start, ebenso Orts- und Verbandsgemeindebürgermeister Axel Wassyl (Klappler vun de Knadder), der als Siebter in die Top Ten fuhr. Für ihn keine einmalige Sache: „Beim Kalmit-Klapprad-Cup nehme ich auch regelmäßig teil, da ist Offenbach als Lokalmatador natürlich Pflicht.“ Wassyl: „Schon bei den Fetten Reifen vorher ist immer eine tolle Stimmung. Der RV Offenbach macht eine klasse Arbeit, das unterstütze ich voll und ganz und wir stehen dem Radsport zur Seite, wo wir nur können.“
In den Acker gefahren
Diesmal musste die Streckenführung baustellenbedingt verändert werden. Bevor die knapp acht Kilometer lange Runde auf die Landstraße Richtung Herxheim führt, muss ein Wirtschaftsweg befahren werden. Dass der nicht mit gleichmäßiger Asphaltdecke versehen ist, damit machte Joshua Asel (Team Möbel Ehrmann) leidvolle Erfahrung: Beim Hauptrennen der CT- und Elite-Amateure enteilte er mit Jonas Tenbruck (Fratelli Racing Team) in der zehnten von zwölf Runden dem Feld. In wenigen Minuten fuhren sie einen Vorsprung von 20 Sekunden heraus. Bei hoher Geschwindigkeit passierte es: „Ich fuhr durch ein Schlagloch, der Lenker sackte ab. Dann hatte ich keine Kontrolle mehr und fuhr in einen Acker“, so der Göllheimer Asel.
Für seinen Teamkollegen Lennart Rilling, der im Trikot seines Vereins RV Offenbach fahren durfte, war das Rennen schon ausgangs der ersten Runde zu Ende. Er wurde in einen Sturz verwickelt und konnte aufgrund eines technischen Defekts nicht mehr weiterfahren. Eine Schürfwunde zierte die Oberschenkel-Innenseite. Mit Florian Dietsch war ein weiterer Offenbacher am Start, er fuhr auf Rang zehn. Bester Südpfälzer war Marc Dörrie (Team Bellheimer Silberpils), der beim Sieg von Lorenz Bock (Fratelli Racing Team) im Sprint Zweiter wurde.
Bester Deutscher im U23-Rennen
Patrick Lechner, der Sieger von 2022, belegte Rang 15. Als Chef des Herxheimer Teams Bike Aid Südliche Weinstraße hatte er einen Erfolg aus Hessen zu melden: Beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt starteten seine Fahrer in der U23. Anton Lennemann fuhr auf Platz 19, war damit bester Deutscher und bester Nichtprofi.
Auch für die RSV Rheinzabern war der 1. Mai ein gelungener: In Offenbach gewann Felix Kloss die U19, Pavio Ottmerskyi die U17 und Lasse Delius war bei der U15 Zweiter. In der Mainmetropole dominierte Hannah-Franziska Brand die U17.