Käshofen RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Millionen Euro für Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses

Eine Sanierung des Käshofer Dorfgemeinschaftshauses in einem Rutsch kann die Gemeinde nicht stemmen.
Eine Sanierung des Käshofer Dorfgemeinschaftshauses in einem Rutsch kann die Gemeinde nicht stemmen.

Das Käshofer Dorfgemeinschaftshaus ist stark baufällig. Nun soll es Schritt für Schritt saniert werden, zuerst die Toiletten und die Heizung. Dem stimmte der Rat am Montagabend zu. Klar ist aber auch: Die Sanierung wird ein finanzieller Kraftakt für das Dorf.

„Sitzen Sie? Wir haben einen Kostenvoranschlag eingeholt und eine Machbarkeitsstudie erstellt. Demnach kostet die teuerste Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses rund 1,7 Millionen Euro“, sagt Käshofens Bürgermeister Egon Gilbert. Und die Studie sei bereits zwei Jahre alt. Gilbert schätzt deshalb, dass die Sanierungskosten für das 70er-Jahre-Gebäude inzwischen auf gut zwei Millionen Euro angestiegen sind.

„Auf einen Schlag können wir uns das nicht leisten. Die Sanierung ist nur möglich, wenn wir sie kontinuierlich, Stück für Stück durchziehen“, sagt Gilbert. „Vielleicht bekommen wir einen Zuschuss. Aber viel wird das nicht mehr sein“, gibt der Käshofer Bürgermeister zu bedenken.

Damit die schrittweise Sanierung flüssiger ablaufen kann, hat der Gemeinderat am Montagabend einen Arbeitskreis ins Leben gerufen. Dieser hat laut Gilbert gegenüber einem Bauausschuss den Vorteil, dass er sich spontan treffen könne und Fachleute wie Maurer oder Zimmermänner ohne Probleme hinzugezogen werden können. Gilbert wirkt indes in Sachen Sanierung mehr resigniert als entschlossen: „Ganz ehrlich, am besten steckt man eine Bombe rein, jagt das Ding hoch und baut es neu.“

Laut Gilbert gibt es in Käshofen einen Förderverein Dorfgemeinschaftshaus, dieser zahle auch Miete, die dann an die Gemeinde gehe. „Wir haben die Miete vor gut zwei Jahren erhöht“, so Gilbert. Nun sei sie aber heruntergeschraubt worden. Der Grund: Wegen der Corona-Pandemie mietet aktuell niemand das Gebäude, Einnahmen kommen folglich auch nicht rein. Der Rat hofft nun, dass mit günstigeren Mieten potenzielle Gäste eher wieder das Haus in Käshofen besuchen und somit wieder etwas Geld reinkommt.

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