Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Wer weg will, soll es dürfen

Die Verbandsgemeinde (VG) Hauenstein soll Teil des Kreises Südwestpfalz bleiben, aber wenn einzelne Dörfer unbedingt weg wollen, sollen sie das dürfen. Das finden sowohl Susanne Ganster als auch Peter Spitzer. Beide glauben aber, dass Hauenstein in der Südwestpfalz besser dran ist als im Kreis Südliche Weinstraße (SÜW). Dass die Hauensteiner Realschule eine Mensa bekommt und die Sporthalle saniert wird, zeige auch: „Wir halten am Schulstandort fest.“ Diese Zusage habe kein anderer Kreis gegeben. Am Sonntag wählen die Hauensteiner nicht nur einen neuen Landrat, sondern sie stimmen auch ab, ob sie weiter zum Kreis Südwestpfalz gehören wollen. Letztendlich entscheidet jedoch die Landesregierung. Das betonte auch Susanne Ganster, sagte aber: „Wir werden das Ergebnis respektieren und in Mainz vertreten.“ „Ich wäre wahrlich ein schlechter Landratskandidat, wenn ich sagen würde – ohne zu mahnen –, ihr könnt einfach gehen“, sagte Spitzer. Es sei traurig, dass es in all den Jahren nicht gelungen sei, das Luger Tal an den Kreis zu binden. „Aber ich weiß nicht, ob sich das Luger Tal einen Gefallen tut, wenn es in SÜW wechselt“, warnte er. Dort habe sich im Vergleich zu früher, als es noch den Kreis Bad Bergzabern gab, alles verändert. Man müsse dann mit anderen starken Verbandsgemeinden konkurrieren. Und in der Südwestpfalz werde es einen neuen Landrat geben, „der gewillt ist, die Versäumnisse der letzten 40 Jahre auszumerzen“. Spitzers Botschaft an Hauenstein: „Wenn ihr bei uns bleibt, geht es euch besser!“ |bfl