Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Tour de Palz für entnervte Autofahrer

„Ich hab das Schild ,Hauenstein frei’ nicht gesehen“, beteuert der Autofahrer aus der Vorderpfalz, der an einem der Sperrungssamstage zu einer Familienfeier nach Hauenstein kam – mit einiger Verspätung. Und das kam so: Dass an der Ausfahrt Rinnthal/Wellbachthal der Verkehr Richtung Pirmasens/Saarbrücken von der B 10 abgeleitet wurde, machte die Beschilderung eindeutig klar. „Da fährt dann vor dir ein Lkw, du siehst die Schilder spät und nur teilweise, nimmst nicht alles auf“, erzählte er und fuhr in Rinnthal ab, Richtung Wellbachtal, wie es die Umleitungsbeschilderung Richtung Pirmasens – und vermeintlich Richtung Hauenstein – vorsah. Die Umleitung führte den genervten Fahrer, keineswegs ungeübt auf deutschen Straßen, über Leimen und Merzalben nach Münchweiler zur B 10 zurück. Richtung Hinterweidenthal gab’s aber das gleiche Malheur: Sperrung B 10, Umleitung über Dahn. Weil ihm die Gegend nicht ganz unbekannt war, fand er schließlich über Busenberg, Vorderweidenthal und Schwanheim doch noch nach „Hääschde“. Seine Odyssee durch den Pfälzerwald bot bei der Familienfeier, so wird berichtet, reichlich Gesprächsstoff … Nicht nur er, auch viele andere Autofahrer waren irritiert: Da gab’s beispielsweise den Luxemburger, der die Sperrung in Rinnthal umfahren hatte, in Hauenstein ausgeleitet wurde und gleich mehrfach Karussell fuhr: Hauenstein raus, auf die B 10 Richtung Landau, wie es die Beschilderung vorschrieb, an der Ausfahrt Wilgartswiesen raus und zurück auf die B 10 Richtung Pirmasens, wie es das Navi diktierte, bei Hauenstein wieder raus ... Dreimal wurde er auf der B-10-Brücke bei Hauenstein gesichtet, ehe er aufgab und entnervt die Tankstelle Debnar ansteuerte. Dort wusste Chefin Monika Debnar Rat. Sie hatte für die „verirrten“ Chauffeure, denen das Navi keine Hilfe mehr war, die Route über Schwanheim, Vorderweidenthal, Busenberg und Dahn zurück zur B 10 kopiert. Die Zettel gingen an den Sperrungswochenenden weg wie warme Semmel … (ran)