Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Helfer brauchen Betreuung

Placeholder-Image

Dass Themen rund um Flüchtlinge 2016 einen Schwerpunkt bilden, zeigte sich bei dem Treffen am Dienstag bei der Vorstellung und Diskussionen laufender Projekte. Julia Wilhelm von der Kreisvolkshochschule (KVHS) stellte das Förderprojekt „Sozialpädagogische Unterstützung“ bei den Deutschkursen vor, die die KVHS für Flüchtlinge anbietet. Sie laufen in Contwig (15 Teilnehmer), Waldfischbach-Burgalben (14), Thaleischweiler-Fröschen (13), Lemberg (15), Rodalben (24) und Dahn (33). Bei den Kursen ist eine sozialpädagogische Fachbegleitung vor Ort, die Fragen der Flüchtlinge zu beantworten versucht. Dabei habe sich gezeigt, dass die wichtigste Aufgabe ist, Flüchtlingen die richtigen Fachstellen und Ansprechpartner zu nennen. „Hier besteht eindeutig der größte Bedarf“, bilanzierte Wilhelm nach einigen Wochen, in denen das bis Dezember geplante Projekt läuft. Daraus entwickelte sich in der Diskussion ein Projektschwerpunkt für 2016. Sinnvoll, da waren sich die Teilnehmer einig, wäre es, eine feste Anlaufstelle einzurichten, die bei auftauchenden Fragen schnell an Fachleute vermittelt, etwa für ehrenamtliche Helfer . „Da besteht enormer Bedarf“, so Marika Keller von der Fach- und Koordinierungsstelle. Bedarf wird auch bei der Betreuung der ehrenamtlichen Helfer gesehen. Auch sie bräuchten eine derzeit nicht finanzierbare Begleitung, um nicht irgendwann an ihrer Arbeit zu zerbrechen. 2016 soll es dafür Geld geben. Und es könnte ein Projekt unter dem Titel „Interkulturelle Schulung“ geben für Flüchtlinge, die andere Wertvorstellungen haben. Ihnen muss man klar machen, was deutsche Wertvorstellungen sind und dass es in einer Demokratie das höchste Gut ist, Wertvorstellungen anderer Menschen anzuerkennen. Das sei nötig, um Konflikte zu vermeiden. In diese Richtung geht das laufende Sonderprojekt „Kompass“ des Internationalen Bundes, wo mit jungen Muslimen über Religionsfreiheit diskutiert wird. (add)

x