Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Afri und Vaihinger

Mit etwas mehr als 50 Prozent hält Karlsberg die Aktienmehrheit an der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH. Auch dieses Unternehmen stellte auf der gestrigen Bilanz- Pressekonferenz in Homburg sein Jahresergebnis 2017 vor: Demnach stieg der Konzernumsatz des Produzenten alkoholfreier Getränke um 2,3 Millionen auf 142,1 Millionen Euro. Eine Tochter des Mineralbrunnen-Konzerns ist die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH mit Sitz in Lauterecken im Kreis Kusel. Dort wurde voriges Jahr für 12,5 Millionen Euro eine neue Abfüllanlage für Glasflaschen errichtet. Die Anlage läuft zurzeit im Testbetrieb und soll im Juni 2018 ihren Dienst aufnehmen. Aktuell bringt der Lauterecker Safthersteller drei neue Fruchtschorle-Getränkesorten in den Geschmacksrichtungen Apfel, Traube-Maracuja und Rhabarber in Glasflaschen auf den Markt. Seit Anfang 2017 betreut Niehoffs Vaihinger zudem die Marken Bluna und Afri-Cola, die vor allem in den 1960er und 70er Jahren in Deutschland bekannt waren. Daran soll 2018 durch eine Marketing-Offensive mit Plakatwerbung in Großstädten angeknüpft werden: Belege die Marke Afri im Moment den fünften Platz auf dem deutschen Cola-Markt, werde für die kommenden Jahre eine Marktsteigerung angestrebt, die das Produkt auf Platz drei in der Rangliste befördern soll. „Wir haben eine langfristige Konzession für die Marke Afri-Cola und das Recht, sie zu kaufen“, kündigte Vaihinger-Geschäftsführer Andreas Gaupp gestern an, dass sein Unternehmen „dieses Recht auch wahrnehmen“ werde.
