Käshofen RHEINPFALZ Plus Artikel Zukunftscheck Dorf: Was die Käshofer für ihren Ort im Sinn haben

Viel Neues für die Dorfgemeinschaft plant man in Käshofen nach den Ergebnissen aus dem Zukunftscheck Dorf.
Viel Neues für die Dorfgemeinschaft plant man in Käshofen nach den Ergebnissen aus dem Zukunftscheck Dorf.

Zusammenhalt ist in Käshofen wichtig. Viele Vorhaben aus dem Zukunftscheck Dorf drehen sich um die Gemeinschaft – und um das marode Dorfgemeinschaftshaus.

Ortsbürgermeisterin Angela Schneider-Gabriel und Beigeordneter Walter Hüther stellten die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen des Dorfchecks vor. Unterteilt sind sie in kurz- und langfristige Handlungserfordernisse. Vor allem um Fördergelder und Spenden geht es, wenn die Käshofer ihr Dorf vorwärtsbringen wollen.

Dorfgemeinschaftshaus modernisieren

Eine umfangreiche Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) steht an. Vor allem geht es um Brandschutzmaßnahmen, die schnell angegangen werden sollen. Entsprechende Bauanträge liegen der Kreisverwaltung bereits vor. Im Anschluss daran möchte die Gemeinde das DGH zukunftsfähig machen – was mit einer Modernisierung verbunden sein wird. Um an Spenden und Fördergelder hierfür zu kommen, steht nach den Erkenntnissen der Arbeitsgruppen die Gründung eines gemeinnützigen Vereins an. Schließlich kann nur ein solcher Spendenquittungen ausstellen. „Ein Bürgerverein ist unser erstes Ziel“, gibt Schneider-Gabriel deshalb die Marschrichtung vor. Ein ersehnter Jugendraum müsse hingegen anderweitig untergebracht werden. Der lasse sich nicht ins DGH integrieren. Ein Raum dafür könne am Mehrgenerationenplatz errichtet werden. „Damit wird der Grundstein dafür gelegt, dass man gerne zusammen im Ort Zeit verbringt, Ideen entwickelt und sich einbringt“, meint Schneider-Gabriel.

Weil sich die Käshofer mehr generationenübergreifende Aktivität wünschten, habe es im Vorjahr schon ein Picknick am Mehrgenerationenplatz gegeben. Dem folgte im November ein Bingo-Nachmittag. Die Teilnahme von Käshofern am Zweibrücker Faschingsumzug folgt jetzt. Mehr derartige Veranstaltungen sollten ins Dorfleben integriert werden.

Neuer Internetauftritt

Neu gestaltet werde die Internetseite von Käshofen, die veraltet ist und falsche Informationen enthält. Sie werde so eingerichtet, dass Bürger dort Einträge machen können. Denkbar sei, dass Bilder von Käshofen hochgeladen werden und daraus am Ende das schönste Foto des Jahres gewählt werde. „Und der Gewinner bekommt ein Schnitzel und einen Schoppen auf der Kerb“, stellt sich Schneider-Gabriel vor.

Der Vorplatz am DGH soll attraktiver werden und Bürger zum Verweilen einladen. Denkbar sei ein Basketballkorb für die Jugend. Eine Tischtennisplatte und eine Grillhütte, an der sich der Obst- und Gartenbauverein beteiligen könnte, seien hingegen für den Mehrgenerationenplatz vorgesehen.

Junge Familien im Ort halten

Langfristig sollen die Wanderwege um Käshofen instandgesetzt werden. Das Gleiche gelte für die Waldwirtschaftswege. Gegen die Raserei an den Ortseingängen sollten Geschwindigkeitsmesstafeln helfen.

Weil es wenig Leerstand in Käshofen gebe, sei es für junge Familien schwer, sich anzusiedeln. Das gelte auch für Kinder, die erwachsen werden und im Dorf bleiben wollen. „Jeder weiß: Wenn ein Haus hier in Käshofen verfügbar ist, ist es schneller weg, als man gucken kann“, sagt Hüther. Deshalb sei es geboten, Bauland auszuweisen oder Eigentümer von Baulücken dahingehend zu sensibilisieren. „Wir müssen dranbleiben, um jungen Leuten eine Perspektive zu bieten.“

Feuerwehr: Standortfrage noch nicht beantwortet

Was der Modernisierung des DGH entgegensteht, ist die ungeklärte Frage über den zukünftigen Standort der Feuerwehr. Klar sei bisher nur, dass ein neuer gefunden werden müsse, da der vorhandene Platz im DGH-Anbau den modernen Erfordernissen nicht genüge. So sei es nicht einmal möglich, sich dort in angemessenen Räumen umzuziehen, berichtet Schneider-Gabriel.

Herbert Blinn wollte im Bürgerdialog wissen, ob die für die Feuerwehr verantwortliche Verbandsgemeinde schon Umzugspläne habe. Hüther bat um Geduld, „weil das ein sehr langfristiger Prozess sei“. Derzeit sei nicht einmal klar, wohin die Feuerwehr umziehen könne. Ein neuer Standort sollte jedenfalls verkehrstechnisch günstiger liegen als der jetzige, regt Schneider-Gabriel an. „Die Feuerwehr müsste im Winter bei Schnee und Eis erstmal die Hauptstraße nach oben fahren, um dann auf die Höhenstraße zu kommen“, nennt sie einen großen Nachteil des Feuerwehrstandorts im DGH.

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