Contwig Zuhören und vorlesen: Waldritter möchten älteren Menschen Zeit schenken
Die Waldritter bekommen laut dem pädagogischen Leiter Dieter Simon eine Förderung der Aktion Mensch, die sowohl Personalkosten als auch die Kosten für die Ausstattung übernimmt. Bei der Arbeit kämen die meist jungen Helfer viel mit sozial schwachen und insbesondere älteren Menschen zusammen. „Dabei durften sie feststellen, dass es oft nicht nur an der angebotenen Versorgung mangelt, sondern auch an sozialen Kontakten. Um dem gerade in der Vorweihnachtszeit entgegenzuwirken, wollen die jungen Leute sich nun über die bisherigen Angebote hinaus auch einfach Zeit für diese älteren Menschen nehmen. Eine Stunde zuhören, vielleicht eine Weihnachtsgeschichte vorlesen oder, wenn möglich, zusammen ein paar Schritte im Freien spazieren gehen“, schreibt Simon.
Er schildert auch eine Geschichte, wie die Waldritter helfen können: „Zögerlich meldet sich eine ältere Dame am Coronahilfe-Telefon der Waldritter. Mit nervöser Stimme stellt sie sich vor und erklärt, dass sie (64 Jahre) aus Berlin anruft und dringend Hilfe für ihre Tante (82 Jahre) benötige, die in Zweibrücken lebe. Der Fernsehsessel sei kaputt gegangen, und ein neuer ist schon bestellt. Doch der Paketdienst weigere sich beharrlich, weiter als bis zur vereinbarten Bordsteinkante zu liefern. Die Tante lebe aber im ersten Stock eines Mietshauses.“ Die Helfer hätten dann nicht nur den neuen Sessel hinauf in die Wohnung getragen, sondern den alte Sessel auch gleich verladen und auf dem Wertstoffhof entsorgt.