Kreis Südwestpfalz Zahlreiche Ehrenämter in der Innung

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In der Garage des Wohnhauses von Malermeister Klaus Strobel aus Contwig fing alles an. Das war 1991. Die Garage an der Wohnung war die Malerwerkstatt, im Haus erledigte er die Büroarbeiten. Heute ist das Familienunternehmen in der Bahnhofstraße 40 das einzig verbliebene Malergeschäft in Contwig und bietet zehn Mitarbeitern Lohn und Brot.

„Gestartet ist mein Vater damals mit einem Gesellen. Ein Jahr danach wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt. Nach nur drei Jahren musste er die Firma vergrößern, also wurde 1994 das heutige Betriebsgebäude gebaut“, erinnert sich Christoph Strobel, der seit dem 1. August 2015 Herr im Haus ist. Sein Vater und Firmengründer Klaus Strobel zieht sich nach und nach zurück aus dem Geschäft. Zehn Mitarbeiter inklusive Büromitarbeiter, Gesellen und Auszubildende beschäftigt der Betrieb heute. „Als ich angefangen habe, gab es zehn Malerbetriebe in Contwig. Heute sind wir der einzige“, erinnert sich Senior Klaus Strobel an andere Zeiten. Von 1965 bis 1968 ist der Firmengründer selbst bei einem Contwiger Malerbetrieb in die Lehre gegangen, nämlich bei Erich Sefrin. Von 1969 bis 1981 war er bei der Firma Schuck und Ohlinger angestellt und hat 1982 seine Prüfung zum Malermeister abgelegt. Dann folgten neun Jahre Außendienst als Verkaufsfachberater der Firma Ispo, die zum Dyckerhoff-Zement-Konzern gehört. Mit 41 Jahren hat sich Klaus Strobel schließlich im Jahr 1991 selbstständig gemacht und würde es jederzeit wieder tun. „Ich habe nichts verkehrt gemacht“, sagt der Firmenrentner. Viel kann er auch gar nicht falsch gemacht haben, war er doch lange Jahre Innungs-Obermeister und ist noch immer im Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Kaiserslautern aktiv. Ein Amt, dass ihm auch nach dem Eintritt in den teilweisen Ruhestand so am Herzen liegt, dass er es noch für zwei Jahre ausfüllen will. Von 1996 bis 2015 bekleidete Klaus Strobel diverse Ehrenämter bei der Innung, im Fachverband und bei der Kreishandwerkerschaft. Im Jahr 2010, also 19 Jahre nach der Firmengründung, stieg schließlich der Sohn Christoph in die Firma ein, indem er eine zweijährige Ausbildung zum Maler und Lackierer begann. 2012 folgte eine zweijährige Weiterbildung in Stuttgart zum Meister und staatlich geprüften Betriebsmanager und Gebäudeenergieberater. 2014 kehrte er zurück in den heimischen Betrieb, den er schließlich nach einem Dreivierteljahr gemeinsamer Geschäftsführung mit seinem Vater und Vorbild im August 2015 komplett als Geschäftsführer übernahm. Der Malerbetrieb Strobel arbeitet laut Juniorchef Christoph Strobel zu 70 Prozent für Privatkunden. „Mit den Hausmeisterdiensten hat jedes Handwerk zu kämpfen, aber ich bin überzeugt, dass sich Qualität langfristig durchsetzt“, macht er eine klare Kampfansage. Hausverwaltungen, Architekten und Wohnungsbaugesellschaften machen die weiteren 30 Prozent der Auftraggeber des Contwiger Betriebs aus. Die Arbeitsstellen der Malerkolonnen befinden sich laut Christoph Strobel im Umkreis von rund 50 Kilometern um Contwig. Das Firmenjubiläum begehen die Strobels zusammen mit ihren treuen Mitarbeitern und Kunden am morgigen Samstag. Auf der Wiese neben dem Wohn-Geschäftshaus in der Bahnhofstraße feiert die Firma mit geladenen Gästen und bedankt sich für deren Treue. |mml

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