WINTERBACH
Winterbacher „Sonnenkäferstübchen“ will im Spätherbst Einweihung feiern
Die Bodenplatte wurde am Donnerstagnachmittag gegossen. Rund zwei Tonnen Baustahl waren erforderlich, um die notwendige Standfestigkeit für das spätere Bauwerk zu erreichen. Alle Rohre sind unterhalb der Bodenplatte verlegt. Auch das Erdband ist im Untergrund mitverlegt, damit die Sicherheit bei der Stromversorgung und dem Blitzschutz gewährleistet ist. Bei den Erdarbeiten und der Verdichtung des Untergrundes wurde deutlich, dass der schwammige Talgrund eine stabile Bodenplatte erfordert. Deshalb wurden 55 Kubikmeter Beton in das Baustahlgeflecht gegossen. Nach gut drei Tagen ist der Beton so fest, dass mit dem Gebäude begonnen werden kann.
Die Arbeitsschritte in Richtung Rohbau müssen jetzt zügig ineinanderlaufen, wenn das Ziel der Gemeinde erreicht werden soll: im Spätherbst Einzug zu feiern. Der Ortsgemeinderat und die Gemeindespitze würden alles tun, dass Aufträge ohne Verzögerung vergeben werden und Termine und Absprachen an der Baustelle sofort erledigt werden, betont Weizel. Der Kindergartenbetrieb ruht zurzeit, und je weiter man jetzt mit der Baustelle voran kommt, desto weniger Störungen gibt es später. Durch die langwierigen Abstimmungen mit dem Landkreis wegen der Bauausführung und der Einhaltung der Vorschriften ging Zeit verloren. Nun soll wieder einiges aufgeholt werden. Die Planungen für das neue Kindergartenjahr zeigten bereits deutlich, dass die neuen Kita-Plätze dringend notwendig seien, berichtet Weizel. Darum sei Eile angesagt.
Noch in den verbleibenden Tagen des April wird die Zweibrücker Baufirma Munkes damit beginnen, die Außenwände mit Isoliersteinen zu mauern. Der Rohbau kostet 100 000 Euro. Die Gesamtkosten sollen unter 600 000 Euro bleiben. Vom Landkreis erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 40 Prozent. Die großen Fenster zur Sonnenseite des Kindergartens und für die Wirtschaftsräume wird die Firma Dahler aus Heltersberg liefern. Mit der Vergabe weiterer Arbeiten werde sich der Rat spätestens Anfang Mai beschäftigen, erläutert Weizel. Die Kindertagesstätte „Sonnenkäferstübchen“ soll schon bald ein dichtes Dach bekommen, damit die Innenarbeiten ohne Rücksicht aufs Wetter beginnen können. Da sich alle Räume auf einer Ebene befinden, gehen Planer und Ortsgemeinde davon aus, dass die Arbeitsabläufe einfacher abzuwickeln sind. Die Erweiterung hat eine Nutzfläche von 170 Quadratmetern.
70 000 Euro hat es bereits gekostet, die Felswand hinter dem Kindergarten abzutragen und Erde wegen des sumpfigen Talgrundes auszutauschen. Das Geld will die Gemeinde durch eine geänderte Planung zum Teil wieder einsparen. Um die Tragfähigkeit für die Bodenplatte zu erreichen, musste eine Schotterpackung von gut zwei Metern eingebaut werden. Dafür konnte eine Betonstützmauer zum Hang hin entfallen. Hier sollen sich Mehrkosten und Einsparungen in etwa die Waage halten.