Zweibrücken-Land
Windräder und Flugverbotszonen: Was die Pläne für Zweibrücken-Land bedeuten
In der Verbandsgemeinde (VG) Zweibrücken-Land sollen Gebiete ausgewiesen werden, auf denen Windräder gebaut werden könnten. Aber wo? Das hat die Planungsgemeinschaft Westpfalz in der Neufassung ihres Raumordnungsplans eingetragen. Die dort vorgesehenen Flächen befinden sich bei Battweiler, Großbundenbach, Käshofen, Riedelberg, Hornbach und Wiesbach.
Darüber informierte Verbandsbürgermeister Björn Bernhard am Donnerstagabend bei einer Sitzung des Verbandsgemeinderats in Walshausen. Bis zum 29. Oktober könne der Verbandsgemeinderat zu dem Planentwurf eine Stellungnahme abgeben. Zuvor werde jetzt in den Ortsgemeinden beraten, wie die Bürger zu dem Thema stehen und bei welchen Flächen sie Bedenken und Anregungen haben. Diese werden dann beim nächsten Treffen des Verbandsgemeinderates am 28. Oktober gesammelt und die bis dahin vorbereitete Stellungnahme um diese ergänzt.
Bedenken wegen des Zweibrücker Flugplatzes
In der Diskussion im VG-Rat wurden einige Aspekte deutlich, die sicherlich in die Stellungnahme miteinfließen werden: So sollte laut Hornbachs Stadtbürgermeister Thomas Hohn, der auch der zweite Beigeordnete im Verbandsgemeinderat ist, das Thema Flugplatz mit rein. Schließlich müsse man darauf achten, dass die Windräder nicht
in der Einflugschneise stehen. „Die Triwo weiß noch nichts. Der Landesbetrieb Mobilität weiß noch nichts.“ Ferner solle man sich erkundigen, ob es bei den vorgesehenen Flächen Synergieeffekte geben kann, wenn in deren Nähe Flächen für Photovoltaikanlagen vorgesehen sind, zum Beispiel bei den Leitungen.
Als weiteres Problem benannte Hohn, dass bereits Firmen für Windenergie in Hornbach Privatleute angesprochen hätten, ob sie Verträge abschließen wollen. „Da kommen Firmen und machen die Leute verrückt, ohne dass sich die Gemeinde vorher Gedanken machen kann“, kritisierte er den Vorstoß der Firmen und bewertete die Kommunikation als „unsäglich“. Er habe in Käshofen erlebt, was passiert, wenn ein Teil der Gemeinde schon Verträge abschließt und der andere noch nicht, ergänzte Grünen-Fraktionsvorsitzender Alfred Konrad.
Kein Windrad in der militärischen Flugzone
Im Gespräch mit der RHEINPFALZ ergänzte VG-Bürgermeister Björn Bernhard, dass in die Stellungnahme des Verbandsgemeinderats auf jeden Fall auch noch das Thema Bundeswehr einfließen werde. Schließlich beträfen manche Flächen auch die Polygone, jene multinationale militärische Flugübungszone über Teilen der Westpfalz. Die Polygone erstreckt sich von Mörsbach bis Battweiler, Großbundenbach, Kleinbundenbach und Käshofen.
Wenn der Verbandsgemeinderat seine Stellungnahme abgegeben hat und und der Raumordnungsplan rechtskräftig wird, muss der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde laut Bernhard entsprechend geändert und ergänzt werden. Dabei könnten zusätzliche Flächen für Windräder ausgewiesen werden. Die Flächen vom Raumordnungsplan müssten übernommen werden.