Bottenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Windkraft: Bottenbach schließt Vertrag mit den Stadtwerken Kaiserslautern

Bei Riedelberg stehen acht Windräder. Von Bottenbach aus sind diese gut zu sehen. Vier neue Windräder sollen nördlich von Botten
Bei Riedelberg stehen acht Windräder. Von Bottenbach aus sind diese gut zu sehen. Vier neue Windräder sollen nördlich von Bottenbach gebaut werden.

Auf Bottenbacher Gemarkung sollen vier Windräder von den Stadtwerken Kaiserslautern errichtet werden. Gemeinde und Privatleute sollen profitieren.

Dass auf Bottenbacher Gemarkung vier neue Windräder gebaut werden, ist schon längere Zeit Thema im Gemeinderat. Jetzt wird der Vertrag mit den Stadtwerken Kaiserslautern allmählich konkret. Die vier Anlagen sollen nördlich des Dorfes gebaut werden − zwischen Osterwald und Heinrichhütte und in Richtung der Grenze nach Windsberg.

Wie Ortsbürgermeister Klaus Weber in der Ratssitzung am Montagabend erklärte, wurde in zahlreichen Sitzungen mit den Stadtwerken über die Vertragsdetails gesprochen. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie viel Geld die Gemeinde und die Grundstückseigentümer bekommen. Denn künftig sei bei Windrädern nicht mehr die Einspeisevergütung ausschlaggebend – abhängig von der erzeugten Strommenge. Sondern es spielten beim Ertrag auch andere Posten, etwa CO2-Zertifikate, eine Rolle.

Geld gibt’s, egal ob Windräder stehen oder nicht

Insgesamt 47 Grundstückseigentümer sind laut Weber betroffen. 85 Prozent des Pachtertrags soll auf die Grundstückseigentümer je nach Größe ihres Landes aufgeteilt werden – egal, ob darauf tatsächlich eines der vier Windräder steht. Die restlichen 15 Prozent gehen dann anteilsmäßig an die Grundstückseigentümer, auf deren Land tatsächlich ein Windrad, dessen Fundament oder die Zuwegung vorhanden sind. Für jede Anlage ist eine Mindestpacht von 70.200 Euro festgelegt – egal, ob die Windräder so viel abwerfen oder nicht.

Außerdem stellte Bottenbachs Ortsbürgermeister Klaus Weber heraus: Sofort nach Vertragsabschluss gibt es für die Grundstückseigentümer ein Bereitstellungsentgelt – wenngleich es weitaus geringer ausfällt als die Mindestpacht. Dieses Entgelt gelte, egal ob die Stadtwerke Kaiserslautern direkt mit dem Windradbau beginnen oder das Projekt erst in ein paar Jahren angehen. Weber: „Für mich ist das ein Zeichen, dass die Stadtwerke Kaiserslautern das wirklich ernst nehmen.“

Rat ist für Windräder im Norden – aber nicht anderswo

Diskussionen um Windräder gehören in Bottenbacher Gemeinderatssitzungen mittlerweile fast zum Tagesgeschäft. Der Rat ist für die neuen Windräder. Das liegt daran, dass die Anlagen nördlich vom Dorf stehen und somit die Gemeinde nicht negativ beeinflussen werden − etwa in Form von Windgeräuschen.

Anders ist das bei den Anlagen südlich von Bottenbach, etwa denen in Richtung Kröppen. Der Rat hatte auch gegen die geplante Teilfortschreibung des Raumordnungsplanes gestimmt. Darin sollen neue Vorrangflächen für Windräder ausgewiesen werden – Gebiete, auf denen der Bau von Windrädern privilegiert möglich ist. Eine bei Riedelberg geplante Fläche würde auch Bottenbach betreffen. Dort stehen schon acht Windräder, die Fläche würde noch einmal verdoppelt werden. Nicht nur Bottenbachs Rat ist dagegen, sondern auch der Riedelberger.

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