Hinterweidenthal / Dahn RHEINPFALZ Plus Artikel Wieslauterbahn: Im nächsten Jahr beginnt die Sanierung

Das Gleis zum Tanklager liegt noch, das erweist sich jetzt als Glücksfall.
Das Gleis zum Tanklager liegt noch, das erweist sich jetzt als Glücksfall.

14,7 Millionen Euro teuer ist die Sanierung der Wieslauterstrecke zwischen Hinterweidenthal und Bundenthal. Das Land in Person von Staatsministerin Katrin Eder hat am Mittwoch bei einem Ortstermin die Finanzierung zugesichert. Bis zum Jahresende soll der Förderbescheid vorliegen.

Rund 12,5 Millionen Euro wird das Land für die Sanierung der vor 111 Jahre eröffneten Strecke und ihrer Bauwerke wie Bahnübergänge und Brücken beisteuern. Der Landkreis Südwestpfalz trägt einen Anteil von 1,45 Millionen Euro, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (SVG), die die Strecke seit 2007 betreibt, übernimmt 535.000 Euro, der Bund bezahlt als Straßenbaulastträger für den Bahnübergang in Hinterweidenthal rund 140.000 Euro.

2023 soll es mit dem Projekt Modernisierung losgehen. Zunächst mit der Ausschreibung, dann mit der Planung. 2025 könnten dann die Bahnübergänge saniert werden. Die Mercer Holz GmbH, die im ehemaligen Nato-Tanklager in Hinterweidenthal ein Terminal für die Verladung von Holz bauen will, geht davon aus, dass die ersten Züge über den derzeit stillgelegten Gleisstrang schon in zwei Jahren rollen werden.

15,3 Kilometer lang

Die Strecke der Wieslauterbahn ist 15,3 Kilometer lang. Hinterweidenthal Ost, von wo es den Anschluss an das Netz der Deutschen Bahn und die Strecke Landau - Zweibrücken gibt, ist einer von vier Bahnhöfen. Zudem gibt es vier Haltepunkte. Züge passieren auf der Strecke 19 Bahnübergänge, vier von ihnen sind technisch gesichert, vier weitere sind Privatwegübergänge. Außerdem gibt es 16 Brücken, die sich in einem recht guten Zustand befinden, und 30 Durchlässe. Die Bahnübergänge sind unter dem Aspekt Sicherheit ein Investitionsschwerpunkt.

Michael Heilmann, Direktor Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd
Michael Heilmann, Direktor Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd

Michael Heilmann, Direktor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, freute sich sehr darüber, „dass wir an diesem Punkt sind, dass es sich gerechnet hat, sich für die Strecke zu engagieren“. Die Wieslauterbahn sei ein Paradebeispiel, wie wichtig es sei, Infrastruktur zu erhalten. „Die Deutsche Bahn war immer nur im Rückwärtsgang“, bemerkte Heilmann mit Blick auf die Politik des Unternehmens. Gleise seien stillgelegt und zurückgebaut worden, lediglich das, was noch befahren wird, werde unterhalten. „Dass das Gleis zum Tanklager noch da ist, zeigt, wie wichtig es ist, dass man Infrastruktur erhält“, ergänzte er. Heilmann ist, wie Ministerin Katrin Eder, davon überzeugt, „dass das ein tolles Projekt gibt“.

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