Zweibrücken-Land
Wie es die Dörfer mit dem Glasfaser-Ausbau halten
Ohne Kostenbeteiligung der Gemeinden baut UGG derzeit in der Region Glasfasernetze für schnelles Internet aus. Das Unternehmen erledigt die Arbeiten eigenwirtschaftlich. Seine Projekte schließt es in der Regel innerhalb von 18 Monaten ab.
Die Kosten für den Anschluss der Hauseigentümer hängen von diversen Faktoren ab. Grundsätzlich zunächst einmal von den Kosten, die ihre Internetanbieter hierfür in Rechnung stellen. Streben Hauseigentümer einen vertragsunabhängigen Glasfaseranschluss an, kostet der rund 636 Euro für die ersten zehn Meter Kabel. Pro weitere fünf Meter kommen 178,50 Euro dazu. Dieser Preis gilt während der UGG-Angebotsphase. Danach werden weitere 892,50 Euro berechnet, für zusätzliche Baukosten.
Das Glasfasernetz der UGG ist ein offenes, in das sich jeder Internetanbieter einmieten kann. Bisher hat die UGG, ein Zusammenschluss des spanischen Telekommunikationsunternehmens Telefónica und der Allianz, Kooperationen mit O2 und zwei weiteren regionalen Anbietern geschlossen. UGG steht in Verhandlung mit weiteren Netzbetreibern.
Bechhofen und Käshofen bringen Ausbau auf den Weg
Der Glasfaserausbau in den Dörfern ist nicht abhängig davon, dass sich die Bewohner an einen mit der UGG verbundenen Netzbetreiber binden. Sobald der Vertrag mit der Gemeinde geschlossen ist, findet der Ausbau auch statt. „Natürlich ist das Angebot für uns sehr interessant. Wir sind in der Sache jetzt in Beratung“, erzählt Bürgermeister Dieter Glahn auf RHEINPFALZ-Anfrage.
Einige Gemeinden in unmittelbarer Nähe zu Großbundenbach sind in dieser Angelegenheit schon weiter. Bechhofen und Käshofen bringen den Ausbau derzeit auf den Weg. In Bechhofen wird sogar schon über den Standort des Point-of-Presence nachgedacht, der nach Ausbau den Zugang ins Glasfasernetz ermöglicht.
Befürchtungen in Rosenkopf
Nicht ganz so begeistert vom Angebot der Firma UGG ist der Rosenkopfer Rat um Christian Plagemann. Knackpunkt hier: Die Glasfaserleitungen werden in möglichst geringer Bodentiefe verlegt. In Rosenkopf befürchtet man, dass verlegte Leitungen bei Sanierungen schnell wieder ausgegraben werden müssen. Wonach UGG in der Regel keine kostenlose Wiederherstellung biete.
Die meiste Erfahrung mit dem Glasfaserausbau in der Verbandsgemeinde hat Contwig. Bürgermeisterin Nadine Brinette ist mit der UGG sehr zufrieden. Arbeiten würden zügig erledigt, Probleme schnell gelöst. In Straßen, die dort in den Ausbau kommen können, wurde Glasfaser in 70 bis 80 Zentimetern Tiefe verlegt.