Contwig Wie eine IGS Schüler auswählt: Fakten gegen Vorurteile
Die IGS Contwig nimmt nur gute Schüler an. Dort gibt es nur Ganztagsklassen. Die nehmen keine Kinder aus Zweibrücken. „Diese Aussagen hören wir immer wieder und sie sind einfach nicht wahr“, betont Thomas Höchst energisch. Der Schulleiter der IGS Contwig will mit diesen Vorurteilen aufräumen.
In etwa drei Monaten bekommen die Viertklässler Halbjahreszeugnisse, dann startet der Zeitraum, in dem die Eltern ihre Kinder an der IGS anmelden können. In jedem Schuljahr gibt es dort vier fünfte Klassen mit je 28 Schülern. „Mehr dürfen wir nicht annehmen“, erklärt Höchst. Werden mehr als 112 Kinder angemeldet, muss die Schule Kinder ablehnen. So geschehen im vergangenen Schuljahr, als 138 Viertklässler angemeldet wurden, erzählt Höchst.
Die Hälfte besteht aus Einser- und Zweierschülern
Werden dann die mit den schlechtesten Noten abgelehnt? „Das darf ich gar nicht“, sagt Höchst. Denn Menge der Viertklässler müsse vom Leistungsniveau her durchmischt sein. Das sei vom Land vorgegeben. Deshalb würden alle angemeldeten Schüler auf drei Lostöpfe verteilt. Diese Lostöpfe werden nach Notensumme unterschieden, sprich: Die Summe der Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde. Im ersten Lostopf landen Kinder mit einer Notensumme von maximal 7. Dieser Lostopf enthält also die Einser- und Zweierschüler. Im zweiten Lostopf landen Schüler mit der Notensumme 8 bis 9, also die mit der Durchschnittsnote 3. Im dritten landen alle Schüler mit einem schlechteren Notendurchschnitt.
„Aus ersten Lostopf ziehen wir die Hälfte der 112 Schüler, die wir aufnehmen dürfen“, sagt Höchst. 56 Kinder werden also aus dem Lostopf mit den besten Noten gezogen. Von den übrigen 56 Plätzen geht die eine Hälfte an Kinder aus dem zweiten und die andere an Kinder aus dritten Lostopf. Bei dem Losverfahren spiele der Wohnort keine Rolle. Daher würden sehr wohl auch Kinder aus Zweibrücken aufgenommen, ergänzt Höchst.
Was die Chancen für Aufnahme erhöht
„Ja, es werden Kinder abgelehnt“, räumt der Schulleiter ein, allerdings betrage die Wahrscheinlichkeit, dass ein angemeldetes Kind angenommen wird, rund 90 Prozent. Und es gebe sogar zwei Kriterien, bei denen Kinder sicher angenommen werden: „Wenn ein Kind von der Grundschule Contwig kommt. Das sind etwa 20 jedes Jahr. Auch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nehmen wir sicher auf, weil wir eine Schwerpunktschule sind.“
Von den vierten Klassen, die in jedem Schuljahr starten, seien zwei Ganztags- und zwei Halbtagsklassen. Wenn die Eltern sich beim Vorgespräch nicht auf eine Form festlegen, erhöhe das die Chance, dass ihr Kind an der IGS angenommen wird. „Weil wir dann flexibler in der Planung sind.“
Erst Gymnasium, dann IGS klappt nicht
In Zusammenhang des Übergangs in eine weiterführende Schule warnt der Schulleiter vor der Vorgehensweise vieler Eltern: Sie schicken ihr Kind erst aufs Gymnasium und wenn es dort nicht klappt, wollen sie später zur IGS wechseln. „In jedem Schuljahr haben wir 60 bis 70 Anfragen von Eltern. Die meisten der Kinder sind in der fünften und sechsten Klasse. Das funktioniert aber nicht. Wir haben keinen einzigen Stuhl frei“, betont Höchst. Denn bis zur neunten Klasse bleibe an der IGS niemand sitzen. So blieben alle Klassen immer voll belegt.
Dabei gibt es laut Höchst keinen Grund, sein Kind lieber aufs Gymnasium zu schicken als auf die IGS. „Wir bieten das gleiche Abitur wie ein Gymnasium. Nur auf einem anderen Weg. Das muss den Eltern bewusst sein.“
Erst nach der neunten Klasse, wenn einige Schüler die IGS mit dem Hauptschulabschluss verlassen, würden freie Plätze an Schüler von anderen Schulen vergeben. An die, „von denen wir überzeugt sind, dass sie einen guten Realschulabschluss machen können oder den Übergang in die Oberstufe schaffen“, sagt Höchst. Das werde nach Noten und Gesamteindruck entschieden.
Termine
Wer sich über die Schule und die fünfte Klasse an der IGS Contwig informieren möchte, kann dies beim Info-Abend am Mittwoch, 12. November, ab 19 Uhr in Mehrzweckraum der IGS Contwig tun.
Interessierte sind auch zum Tag der offenen Tür am Samstag, 15. November, von 8.30 bis 10.30 Uhr oder von 11 bis 13 Uhr eingeladen. Um Anmeldung unter www.igscontwig.de oder telefonisch unter 06332 996077 wird gebeten.
Bei einem Info-Abend am Dienstag, 18. November, um 19 Uhr informiert die Schule im Mehrzweckraum über ihre Oberstufe und den Weg zum Abitur.
Für Anmeldungen an der Schule ist grundsätzlich vorher ein Termin zu vereinbaren unter Telefon 06332 996077.
Die Zeitfenster für Anmeldungen zur fünften Klasse sind Samstag, 31. Januar, von 9 bis 13 Uhr, sowie Montag, 2., und Dienstag, 3. Februar, jeweils von 8 bis 15 Uhr.
Anmeldungen für die Oberstufe werden angenommen am Samstag, 31. Januar, von 9 bis 13 Uhr, und von Montag, 2. Februar, bis Freitag, 27. März.