Hinterweidenthal Wie die Kita erweitert werden könnte
Derzeit besuchen 56 Kinder in zwei Gruppen die Kita. „Wir haben massiven Platzmangel“, erklärte Kitaleiterin Jennifer Eitzenberger. Die Gruppenräume sind voll gestellt mit Mobiliar, es ist wenig Platz zum Bewegen. Ortsbürgermeister Georg Eitel sieht dringenden Handlungsbedarf. Die personelle und räumliche Ausstattung bezeichnete er als „herausfordernd“. „Die Schallmauer von 10.000 Mittagessen im vergangenen Jahr haben wir gebrochen.“
Die geplante Umsetzung brachte Martin Reitemeier vom Kaiserslauterer Planungsbüro „Er+R“, der bereits die Grundschule und die Kita geplant hat, auf folgenden Nenner: „Es ist eng, aber umsetzbar.“ Die Machbarkeitsstudie sieht vor, dass der Raum zwischen Kita und Schule mit einer in Glasfront integrierten kleinen Treppe, die in den Keller führt, geschlossen wird. Im Keller sollen ein 54 Quadratmeter großer Turnraum und eine Mensa von 53 Quadratmetern Größe entstehen. Daran angeschlossen ist ein WC-Bereich für die Kitakinder.
Gemeinschaftsküche auch für Grundschule?
Reitemeier betonte, dass eine Kellernutzung nach Absprache mit dem Landesjugendamt genehmigungsfähig sei. Der Essensraum darf allerdings nur zur Einnahme des Mittagessens genutzt und nicht als Aufenthaltsraum ausgewiesen werden. Bei einer Gemeinschaftsküche müsste für jede Einrichtung, also Kita und Grundschule, ein Koch zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss wird im derzeitigen Bewegungsraum der dritte Gruppenraum von 54 Quadratmetern entstehen. Daran angeschlossen sind ein Sanitärraum und ein Wickelbereich.
Die Alternative, die bestehende Turnhalle zum Bewegungsraum für die Kita zu nutzen, sei „keine gute Idee“, stellte Reitemeier nach Begutachtung fest. Die Halle sei alles andere als kinderfreundlich und erfülle nicht die Voraussetzungen für eine kindgerechte Nutzung.
Kostenschätzung: Mehr als 700.000 Euro
Die Gesamtkosten bezifferte er auf rund 710.000 Euro. Nicht beinhaltet sind Ausgaben für Mobiliar und Küche. Eine Fläche von rund 250 Quadratmetern wird überarbeitet, 16 Gewerke werden tätig. Nicht geklärt ist die Frage etwaiger Zuschüsse. Eitel: „Wenn wir es schaffen wie in Dahn, dass wir eine Förderung von bis zu 90 Prozent bekommen, wären wir zufrieden.“