Kreis Südwestpfalz Whatsapp können sie, Excel nicht

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Durch eine Erweiterung ihres Kooperationsvertrages mit der Hochschule Kaiserslautern (HS) bekräftigt die Integrierte Gesamtschule Contwig (IGS) ihr Konzept der „digitalen Schule“. Schwerpunkte liegen künftig auf der digitalen Berufsorientierung, bei Workshop-Angeboten für Schüler und auf der Zusammenarbeit im Bereich Medienkompetenz von Lehrern. Das neue Dokument unterzeichneten gestern Schulleiter Thomas Höchst und HS-Vizepräsident Karl-Herbert Schäfer.

„Schüler zukunftsfähig unterrichten“ lautet der Anspruch der IGS. Dazu gehört die umfassende Ausstattung mit vier Computerräumen, elektronischen Tafeln in allen Klassen- und Fachräumen, W-Lan, Laptops in den fünften und sechsten Klassen und Tablet-Computer für alle Oberstufenschüler. Dass solche „Hardware“ allein nicht ausreicht, unterstreicht Schulleiter Thomas Höchst: „Entscheidend ist das Konzept, die Software sozusagen“. Ausgehend von der Erfahrung, dass Smartphones bei den Schülern verbreitet sind, nicht aber Software-Kenntnisse für Büro oder Betrieb, setzt die IGS hier an. Dies schon in der Orientierungsstufe, wo im vierteljährlichen Wechsel jeweils eine Klassenhälfte an Standard-Programme herangeführt wird. Der Vorteil: kleine Gruppen und die Möglichkeit eines Leistungsvergleichs. Neben der höheren Lern-Motivation allein durch das Einbinden des Laptops sieht Höchst die gesicherten digitalen Kenntnisse am Mittelstufen-Beginn als zentralen Punkt. Zugleich ist sie Grundlage für den umfassenden Einsatz weiterer Programme wie einer Lern- und Kommunikationsplattform. Dass zum Beherrschen von Office-Programmen und zur zielgerichteten Nutzung von Suchmaschinen und Mailprogrammen ein bewusstes Umgehen mit Medien und persönlichen Daten gehört, wie Karl-Herbert Schäfer anmerkte, ist Teil des Konzepts. Ihr Ziel in den Klassenstufen zehn und elf: Schüler nutzen gängige Office-Programme und erfahren eine „digitale Berufsorientierung“, die eigene Projekte in Naturwissenschaft und Technik für Mädchen ebenso einschließt wie die Vorbereitung auf Online-Einstellungstests. Den Abschluss findet das Digital-Programm in der Oberstufe mit dem Wahlpflichtfach Informatik, dem Erwerb des Europäischen Computer-Führerscheins und der regelmäßigen Präsentation von Arbeitsergebnissen in digitaler Form. Weil der Unterricht in allen Klassenstufen funktionierende Technik voraussetzt, bildet die Schule zwei Schüler pro Klassenstufe für den „Klassendienst digitale Medien“ aus. Aufgabe dieses digitalen Tafeldienstes ist das Beheben kleinerer technischer Probleme. Eingerahmt sieht Thomas Höchst das Konzept durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule – die laut Karl-Herbert Schäfer selbst auf der Suche nach ihrer Rolle im Hörsaal der Zukunft ist. Inhalte der Kooperation: Stärkung der Medienkompetenz, Erfahrungsaustausch zu neuen Lehr- und Lernformaten, und Workshop-Angebote mit Schwerpunkt Berufsorientierung. Konkret denke man an die Zweibrücker Arbeitsgruppe „Smart Machines“ und 3D-Druckmöglichkeiten, an das Kaiserslauterer Labor für virtuelle Realität und an virtuelle Planungsmodelle für Architekten, so HS-Mitarbeiter Sascha Adam.

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