Contwig / Zweibrücken Werke wollen Strom selbst machen
Ziel ist es laut Werkleiter Eckart Schwarz, einen möglichst hohen Anteil des Eigenbedarfes an Strom durch Eigenerzeugung zu decken. Die Kläranlage verbrauchte mit 280 000 Kilowattstunden im vergangenen Jahr am meisten Strom, den haben die Werke für rund 23 Cent pro Kilowattstunde bei den Pfalzwerken eingekauft. Schwarz’ Hoffnung ist nun, den Strom selbst herzustellen.
Der Werksausschuss war einstimmig dafür, dass Verbandsbürgermeister Björn Bernhard den Auftrag für die Photovoltaikanlage vergeben darf. Zudem kündigte Bernhard an, dass auch auf anderen Gebäuden der Verbandsgemeinde in naher Zukunft Solarstrom-Anlagen installiert werden könnte.
Zudem ging es um Mehrkosten bei Leitungen, die in Straßen verlegt wurden. In Althornbach stiegen dabei die Kosten um rund 33 000 Euro. Dafür gab es laut Werkleiter Schwarz mehrere Gründe. So spielte das Wetter nicht mit, sodass Baustellenschächte mit Wasser vollgelaufen sind, und im Boden stießen die Arbeiter auf Felsen, die so nicht im Plan gestanden haben. Auch der Straßenausbau der Kleinsteinhauser Ortsdurchfahrt ist für die Werke teurer geworden, als gedacht – rund 41 000 Euro. Der Großteil der Mehrkosten ging laut Schwarz dafür drauf, dass 200 Meter mehr Rohr verlegt werden musste als vorgesehen. Zudem sind auch hier die Baustellenarbeiter, obwohl im Vorfeld minutiös der Boden durchsucht worden sei, „beim ersten Baggerlöffel auf Fels gestoßen“, so Schwarz.
Die Verbindungsleitung zwischen Stambach und Dellfeld soll nun doch von einer Fremdfirma gelegt werden. Eigentlich wollten die Werke die Leitung selbst legen, da aber immer wieder andere Aufträge in der Verbandsgemeinde anfielen, sind die Arbeiten ins Stocken geraten. Der Werksausschuss vergab die Restarbeiten einstimmig an die Schmitshauser Firma Staab für 71 000 Euro. Die gleiche Firma wurde damit beauftragt, im Dellfelder Neubaugebiet am Sportplatz einen Ringschluss in der Wasserversorgung zu installieren. Laut Schwarz bietet eine Ringleitung vor allem Vorteile in der Wasserhygiene, da dann das Wasser nicht für längere Zeit in den Rohren steht und verkeimt. Hinzu komme, dass bei einem eventuellen Rohrbruch nicht in der ganzen Straße, sondern nur wenigen Häusern das Wasser abgestellt wird.
Die Werke bekommen zudem zwei neue Fahrzeuge. Die alten Autos haben laut Schwarz nach 13 Jahren Einsatz und über 200 000 Kilometer auf dem Tacho ihren Dienst erfüllt. Die Reparaturen seien inzwischen teurer als der Nutzen. Als Ersatzfahrzeuge sollten zwei ähnliche Kastenwagen angeschafft werden, laut Schwarz hat aber nur ein Autohaus in der Umgebung ein Angebot von rund 90 000 Euro für zwei neue Autos abgegeben. Dem Angebot stimmte der Werksausschuss einstimmig zu.