Dahner Felsenland Wenn Schüler im Wald verunglücken: Rettungskräfte üben den Ernstfall

Feuerwehr und DRK-Retter bergen bei der Großübung zwei Personen, die unter einem Baumstamm liegen.
Feuerwehr und DRK-Retter bergen bei der Großübung zwei Personen, die unter einem Baumstamm liegen.

Wie Rettungskräfte im Ernstfall reagieren sollen und wie man sie koordiniert, das wurde am Samstag bei einer Großübung in der Südwestpfalz getestet.

Am Samstag hat eine Großübung der Feuerwehr zwischen Niederschlettenbach und Erlenbach stattgefunden. Die Einsatzstelle lag im Wald unterhalb des Bubenfelsens. Das Szenario der Übung: Eine Schulklasse war bei einer Wanderung auf einem Holzpolter, der am Rande eines Waldweges aufgesetzt war, herumgeturnt. Dadurch hatten sich Holzstämme gelöst. Durch die rollenden Baumstämme waren einige Personen den Hang hinabgestürzt. Auf der Flucht wurden sie verletzt, teils von Stämmen überrollt. Manche flüchteten aus Angst oder Schock, und um sich zu schützen, in die umliegenden Wälder. Ein Wanderer kam zufällig an der Unfallstelle vorbei, konnte selbst nicht helfen und wählte sofort den Notruf 112.

In der Einsatzleitstelle ging um 11.33 Uhr die Meldung ein. Von dort wurden die umliegenden Feuerwehren und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) alarmiert. Jetzt ging alles Schlag auf Schlag. Im Minutentakt trafen die Rettungskräfte an der Meldestelle Parkplatz Nestelsberg ein und wurden in ihre Aufgaben eingewiesen. Die Zufahrt war teilweise durch gebrochene Bäume versperrt und musste freigeschnitten werden. Im Wald kümmerten sich die Retter um die Verletzten, diese wurden ärztlich versorgt, dann teilweise unter den Stämmen geborgen und zur Sammelstelle oder ins Krankenhaus gebracht. Die Verletzten lagen verstreut am Hang. Manche Personen, die geflüchtet waren, mussten im Wald gesucht werden. Hierzu setzte die Feuerwehr außer den eigenen Suchtrupps vier Suchhunde ein, die noch zwei Personen fanden. Des Weiteren wurde die Suche durch die Drohnenstaffel Südpfalz verstärkt. Am Schluss wurden insgesamt elf Verletzte aus dem schwierigen Gelände geborgen und in Sicherheit gebracht.

Wehrleiter zufrieden mit Ablauf

Die Arbeit der Rettungskräfte wurde vor Ort auf Feuerwehrseite von Patrick Cornet, stellvertretender Wehrleiter Dahn, und aufseiten des DRK von Organisationsleiter Marc Thürwächter beobachtet und dokumentiert. Unerwartet waren auch Landrätin Susanne Ganster sowie Steven Schütz, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises, an der Übungsstelle im Wald erschienen. Insgesamt waren 106 Retter mit 32 Fahrzeugen vor Ort eingesetzt.

Das vorläufige Resümee von Jürgen Germann, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland: Das Übungsziel wurde erreicht, die Verletzten wurden gut versorgt. „Für eine Großschadenslage sind wir gewappnet, hier hat alles funktioniert. Auch die Personensuche hat gut geklappt.“ Details der Übung sollen demnächst bei einer Nachbesprechung aufbereitet werden.

Beteiligte

Die Feuerwehren aus Dahn, Bobenthal, Bundenthal, Busenberg, Erlenbach und Niederschlettenbach, der DRK-Rettungsdienst Südpfalz, das Forstamt Wasgau, Sanitätsbereitschaft Wasgau, SEG-Sanität Landkreis Südwestpfalz, SEG Stadt Pirmasens, SEG-Verpflegung Landkreis Südwestpfalz beim Bürgerhaus Busenberg, Einsatzleitfahrzeug 1 und Abschnittsleitung Gesundheit Landkreis Südwestpfalz, der Leitende Notarzt, die Drohnenstaffel des ASB Südpfalz mit der neuen Drohne Matrice, die Rettungshundestaffel 7 Landkreis Südliche Weinstraße und der DRK-Ortsverband Dahn.

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