Hauenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Wenn die Eidechsen umgezogen sind, kann an der B10 weitergearbeitet werden

Die Felsnase an der B10 bei Hauenstein ist von Bäumen befreit.
Die Felsnase an der B10 bei Hauenstein ist von Bäumen befreit.

Die Rodungsarbeiten im Bereich der Hauensteiner Felsnase wurden eine Woche früher abgeschlossen, als geplant. Die Ampelregelung hatte für lange Staus gesorgt.

Wer in der vergangenen Woche auf der B10 zwischen Pirmasens und Landau unterwegs war, musste längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Weil die Rodungsarbeiten an der Felsnase bei Hauenstein nur mit einer Ampelregelung möglich waren, staute sich der Verkehr an der Ampel besonders zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein. Mitunter standen Autos und Lastwagen schon auf dem zweispurigen Streckenbereich kurz nach Hinterweidenthal. Auch am Samstag hatte der Verkehrsfunk auf zwei Kilometer Stau und 20 Minuten Wartezeit hingewiesen.

Seit Sonntag ist wieder freie Fahrt auf der Strecke. Die Baumfällarbeiten, eine der vorbereitenden Maßnahmen für den Ausbau der B10 im Bereich der Felswand bei Hauenstein, konnten am Samstag beendet werden.

Was vorher hinter Bäumen verborgen war, ist nun zu sehen, etwa dieser Fels auf dem Bergrücken.
Was vorher hinter Bäumen verborgen war, ist nun zu sehen, etwa dieser Fels auf dem Bergrücken.

Die vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) beauftragte Firma Lahner Forst aus Leimen habe versucht, die Einsatzzeiten der Ampel zwischen 9 und 16 Uhr so kurz wie möglich zu halten und den Verkehr zwischendurch abfließen zu lassen. Trotzdem sei es zu erheblichen Behinderungen gekommen, teilte der LBM mit. „Dank des leistungsstarken Einsatzes der Firma Lahner Forst konnten die Arbeiten, für die eine Ampel erforderlich war, am vergangenen Samstag und damit eine Woche früher als ursprünglich vorgesehen beendet werden“, teilte die Behörde mit.

Weitere Fällungen im Umfeld der Felsnase

Die Baumfällarbeiten sind damit aber noch nicht abgeschlossen. Im Umfeld der Felsnase werden bis Ende Februar weitere Bäume gefällt. Diese Arbeiten erfolgen laut LBM jedoch abseits des Verkehrsraums und würden keine verkehrlichen Eingriffe erfordern. In der zweiten Februarhälfte werde nochmals eine Verkehrssicherung eingerichtet. Diese betreffe aber den bereits dreistreifigen Abschnitt westlich der Felswand und könne durch Einziehen eines Fahrstreifens ohne Ampelregelung umgesetzt werden. Mit nennenswerten Verkehrsbehinderungen sei deshalb nicht mehr zu rechnen.

Vor der Felsnase lagern Baumstämme zum Abtransport, im Hintergrund ist die gerodete Fläche an der Felsnase zu sehen.
Vor der Felsnase lagern Baumstämme zum Abtransport, im Hintergrund ist die gerodete Fläche an der Felsnase zu sehen.

Auf der Strecke zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein wurden Bäume an mehreren Hängen gefällt. In den gerodeten Passagen ragen noch Baumstümpfe aus dem Boden. „Die Wurzelstöcke der gefällten Bäume werden bewusst nicht gerodet, sodass die Standsicherheit des Hangs weiterhin gewährleistet bleibt“, erklärte der LBM.

Ab dem Sommer wird der Hang abgegraben, in bis zu sechs Metern Höhe entstehen dann zwei Fahrspuren, die später einmal in Richtung Pirmasens führen werden. Die Arbeiten können nicht früher beginnen, weil zuvor noch Naturschutzauflagen erfüllt werden müssen. Reptilien aus dem Baufeld werden in neu geschaffene Habitate umgesiedelt. Der konkrete Zeitpunkt dafür richtet sich nach den Temperaturen, da die Tiere erst nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf fachgerecht umgesetzt werden können, erklärte der LBM.

Bis zum Straßenrand ist der Bewuchs der Felsnase entfernt worden.
Bis zum Straßenrand ist der Bewuchs der Felsnase entfernt worden.
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