Hermersbergerhof Wegen Vandalismus: Kamin im Luitpoldturm ist zugemauert

In der Vergangenheit kam es am Luitpoldturm immer wieder zu Vandalismus. Nun wurde der Kamin zugemauert.
In der Vergangenheit kam es am Luitpoldturm immer wieder zu Vandalismus. Nun wurde der Kamin zugemauert.

Der Luitpoldturm ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Südwestpfalz. In Corona-Zeiten hat sich der 101 Jahre alte Aussichtsturm zu einem echten Touristenmagneten entwickelt. Leider mit negativen Folgen: Um weiteren Vandalismus zu verhindern, hat der Forst den Kamin im Turm zumauern lassen.

Michael Grünfelder, Leiter des Forstamtes Hinterweidenthal, das für die Verwaltung des Turms zuständig ist, berichtet, dass der Vandalismus in den vergangenen Monaten zugenommen habe. Größere Gruppen hätten Grillfeste im sogenannten Kaminzimmer des Turms veranstaltet. Dabei sei der Grill aus seinem Fundament gerissen worden. Die Feuerschäden im Raum seien immer gravierender geworden. „Die Grillfeste werden immer größer, die Anfahrten mit dem Pkw immer dreister“, beklagt Grünfelder. Mit dem Auto darf der Turm laut Forstamtsleiter nicht angefahren werden, lediglich mit dem Fahrrad sei das erlaubt. Deshalb habe man bereits im Frühjahr die gusseiserne Tür vor dem Kamin geschlossen. Doch das Stahlschloss sei aufgebrochen worden.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Luitpoldturm-Förderverein Pfälzerwald, Franz Mayer, gab es eine Ortsbesichtigung, bei der man übereingekommen sei, den 1909 errichteten Aussichtsturm zu schützen. So wurde die Feuerstelle und die Aschenkastenöffnung im Kaminzimmer unter Regie des Vereins zugemauert. Nicht zuletzt mit Blick auf die Waldbrandgefahr, betonte der Forstamtsleiter, der auf die große Trockenheit verwies. Ob der Kamin künftig wieder genutzt werden darf, sei offen.