Contwig Wasserstand sinkt: Feuerwehr muss Fische retten
In dem Weiher zwischen Freibad und Schwarzbach war der Wasserstand so stark gesunken, dass die Fische in Gefahr waren. Acht Feuerwehrleute fingen sie mit Keschern ein und trugen sie in Eimern in den Schwarzbach, der noch genug Wasser führte, wie Feuerwehrsprecher Holger Hell mitteilte.
Ursache des gesunkenen Wasserstandes war, dass in der Contwiger Ortsmitte an der Brücke über den Schwarzbach gearbeitet wurde und deshalb weil am Stauwehr in der Bahnhofstraße das Stauwehr gesenkt wurde. Dadurch sank der Wasserspiegel im Schwarzbach, der den Weiher im Freizeitgebiet speist. Nach anderthalb Stunden war der Einsatz beendet.
Bei dem Einsatz werden Erinnerungen wach an einen Fall vor über 20 Jahren, als im Sommer 2002 Hunderte Fische im Freizeitgebiet starben. Das Problem damals: Die Verbindung zwischen Bach und Weiher füllte sich immer wieder mit Sand, sodass der Weiher vom Bach abgeschnitten wurde und zu wenig Sauerstoff im Wasser war, weil es nicht mehr floss. Gleichzeitig konnten die Fische nicht mehr in den Schwarzbach gelangen und waren in dem Weiher eingeschlossen. Tote Hechte, Karpfen, Schleien, Rotaugen und andere Fische schwammen mit dem Bauch nach oben im stehenden Gewässer oder lagen auf einer Sandbank.
„Da liegen die toten Fische herum, und die Kinder spielen damit und fassen sie an”, beschwerte sich damals ein Leser. Bei sommerlicher Hitze verbreiteten die toten Tiere einen unerträglichen Gestank direkt neben dem Radweg. Schon damals half die Feuerwehr, indem sie Frischwasser in den Weiher pumpte, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen, letztlich aber erfolglos. Um ein ähnliches Unglück zu verhindern, veränderte die Gemeinde im Anschluss die Zu- und Abflüsse, so dass der Weiher nicht mehr nur über einen Zufluss gespeist wird.