Waldfischbach-Burgalben Wasserpreis steigt, Bescheide über wiederkehrende Beiträge werden verschickt

Im Juli sorgte ein Wasserrohrbruch in Burgalben für Verkehrsbehinderungen.
Im Juli sorgte ein Wasserrohrbruch in Burgalben für Verkehrsbehinderungen.

Zwei Themen, die den Ortsgemeinderat beschäftigten, bescheren den Bürgern in Waldfischbach-Burgalben kurz vor Weihnachten noch Abrechnungen für den Straßenbau und rückwirkend steigende Preise beim Wasser.

Unter anderem die zahlreichen Wasserrohrbrüche im bisherigen Jahr, die zum einen wochenlange Verkehrsbehinderungen zur Folge hatten und zum anderen enorme Kosten verursachten, trugen dazu bei, dass der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke nicht aufgeht, Um das entstandene Defizit zu decken, steigen die Preise beim Wasser rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres. Die Wassergebühr bleibt unverändert, aber die Gebühren für den Wasserzähler werden angehoben. Privathaushalte, die in der Regel Wasserzähler bis zu einer Größe von fünf Kubikmeter haben, werden auf der Jahresabrechnung für 2024 mit 134,82 Euro (brutto) für den Zähler zur Kasse gebeten. Geplant war ursprünglich ein Betrag von 106,17 Euro. Für größere Wasserzähler bis zehn Kubikmeter werden 147,66 Euro fällig (geplant : 116,16 Euro). Die Preise für größere Zählereinrichtungen steigen analog.

Vor Weihnachten werden Grundstückseigentümer auch noch Post erhalten. Inhalt: die Abrechnung der wiederkehrenden Beiträge für den Straßenausbau. Abgerechnet werden Baumaßnahmen aus den Jahren 2020 und 2021. Lange her – in diesem Zeitraum fielen unter anderem noch Arbeiten in der Helle-Röder-Straße an – kommen sie nun finanziell zum Tragen. Im Jahr 2020 wurden 576.970 Euro für Straßenbaumaßnahmen ausgegeben, im Jahre 2021 125.741 Euro. Davon ist jeweils der Gemeindeanteil abzuziehen, so dass die Grundstückseigentümer 421.626 Euro zu bezahlen haben. Umgelegt auf die Fläche, die herangezogen wird für den wiederkehrenden Beitrag, macht das 24 Cent pro gewichtetem Quadratmeter Grundstücksfläche. Wer ein 500 Quadratmeter großes Grundstück hat, das wegen des Geschosszuschlages (zweistöckig bebaut oder bebaubar) mit 600 Quadratmeter veranlagt ist, bekommt eine Rechnung über 144 Euro für diese beiden Jahre.

Nur Eigentümer der Ortslage betroffen

Da Waldfischbach-Burgalben aus zwei Abrechnungseinheiten besteht – Abrechnungseinheit eins ist die Ortslage, Abrechnungseinheit zwei das Gewerbegebiet Schorbach – und nur im Abrechnungsgebiet eins Kosten angefallen sind, zahlen nur die Grundstückseigentümer in der Ortslage.

Die Beitragsrechnung, die die Grundstückseigentümer demnächst erhalten, macht deutlich, worauf sich die Bürger in den nächsten Jahren einstellen sollten, wenn dringend notwendige Straßenausbaumaßnahmen umgesetzt werden. Es laufen die Planungen für den Teilausbau der Straße „In der Kappesdelle“. Hier wurde ein Bodengutachten in Auftrag gegeben. Zugleich wird der Teilausbau der Schlossstraße geplant. Auch hier ist das Bodengutachten beauftragt. Dann beschäftigt seit Jahren der Ausbau der Höhstraße den Gemeinderat. Für diese war schon einmal ein Zuschuss bewilligt worden. Der wurde zurückgegeben, der geplante Ausbau verschoben. Es waren zwischenzeitlich etliche Gutachten erforderlich, da der Ausbau kompliziert ist. Nun ist die Planung weit fortgeschritten, hatte der Erste Beigeordnete Herbert Beihl (CDU) kürzlich informiert. Auf Nachfrage von Ratsmitglied Günter Schramm teilte er mit, dass bislang 195.000 Euro für die vorbereitenden Maßnahmen für diesen Straßenausbau angefallen sind. Da die Planungen fortgeschritten sind, gibt es auch eine aktualisierte Kostenschätzung: 2,38 Millionen Euro soll der Ausbau der 320 Meter langen Straße voraussichtlich kosten.

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