Hauenstein
Wasgau AG eröffnet erstes Restaurant
Am Donnerstag war Eröffnung, der Abend davor stand ganz im Zeichen des Probelaufes. Der sollte so realistisch wie möglich ablaufen, erzählt Anja Heimgartner-Weber, die Vertriebsleiterin der Wasgau Bäckerei und Konditorei. Und so kamen ab Mittwochnachmittag nach und nach die ersten Test-Gäste vorbei, um das neue Konzept auszuprobieren.
Von der Idee bis zur Eröffnung sind gerade einmal zwölf Wochen vergangen, erzählt Heimgartner-Weber. Das Restaurant firmiert unter dem Namen „Himmel & Herd by WASGAU in der 1886 Genussfabrik“. Der Kontakt zur Firma Seibel, die die Genussfabrik davor betrieben hat, sei über eine Mitarbeiterin zustande gekommen, die Idee eines eigenen Restaurants bei Wasgau sofort auf offene Ohren gestoßen. Innerhalb kürzester Zeit sei das Konzept aufgestellt, eine Kalkulation erstellt und eine eigene Speisekarte entwickelt worden, erzählt Heimgartner-Weber und zeigt Fotos der Musterteller, die die Küche entwickelt hat. Die Produkte sollen nach Möglichkeit regional sein, die hauseigene Metzgerei und Bäckerei liefern zu.
Via QR-Code Essen bestellen
Die Konzeption übernahm Heimgartner-Weber gemeinsam mit Wasgau-Bezirksleiterin Jennifer Schmidt und Erik Heidenreich, Warenbereichsleiter Gastronomie und gleichzeitig ausgebildeter Küchenmeister und Koch. In Hauenstein werde ein komplett neues Geschäftsfeld für die Wasgau ausprobiert, berichtet Sascha Kieninger, der Geschäftsführer der Bäckerei und Metzgerei. Gelingt es, könnte es auch an anderen Standorten umgesetzt werden.
Die Speisekarte könne im Internet eingesehen werden, künftig soll es auch möglich sein, online einen Tisch zu reservieren. Überhaupt sollen in Kooperation mit C+C technische Neuerungen für die Gastronomie zum Einsatz kommen – quasi als Testlabor, schildert Kieninger. So soll es möglich sein, via QR-Code am Tisch mit dem Handy Essen zu bestellen und auch darüber zu zahlen.
„Schon ein bisschen mutig“
Schwierigkeiten, Personal zu finden, habe es glücklicherweise keine gegeben, sagt Heimgartner-Weber. Die Wasgau habe viel Erfahrung im Gastrobereich über die Produktionsbetriebe Metzgerei und Bäckerei, diese Kompetenz soll gebündelt in das Restaurant-Projekt eingebracht werden, schildert Pressesprecherin Isolde Woll. Bei den Kunden setze man auf Besucher der Schuhmeile, Wanderer und Mountainbiker, aber auch Anwohner und Menschen aus der Region.
Auf der Speisekarte stehen Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Wer wolle, könne eher eine Kleinigkeit essen, aber eben auch eine Hauptmahlzeit bestellen, sagt Heimgartner-Weber. Zur Auswahl stehen vegatarische und vegane Speisen sowie Fisch, Krustentiere, Fleisch- und Geflügelgerichte. Geöffnet ist von Mittwoch bis Sonntag von elf bis 22 Uhr. „Wir sind schon ein bisschen mutig“, sagt Heimgartner-Weber.
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