Dahn RHEINPFALZ Plus Artikel Was hat es mit den geplanten Bergvillen in Dahn auf sich?

Hotelier Alois Ruppert auf der Baustelle der Bergvillen.
Hotelier Alois Ruppert auf der Baustelle der Bergvillen.

Eine geplante Ferienanlage sorgt in Dahn für Diskussionen. Dabei wissen die wenigsten, was überhaupt geplant ist. Ein Überblick

Um was geht es?
Der Dahner Hotelier Alois Ruppert plant in der Hasenbergstraße ein neues Angebot für Touristen. Er spricht von Bergvillen. „Wir planen dort keine Partyzone“, sagt Ruppert als Reaktion auf eine Debatte im Dahner Stadtrat. Dort sorgte das Bauvorhaben kürzlich für kritische Wortmeldungen.

Was sieht der Dahner Stadtrat kritisch?
Die Bergvillen und der Außenpool sind laut Ruppert bereits vollständig genehmigt. Derzeit geht es jedoch um eine weitere Genehmigung, die der Stadtrat als Anlass nahm, um ein Lärmgutachten zu fordern. Die Kommunalpolitiker wollen ausschließen, dass Nachbarn durch feiernde Feriengäste auf der Plattform gestört werden. Vor einer endgültigen Zustimmung will der Rat deshalb von Ruppert ein Lärmschutzgutachten sehen, das dieser bezahlen soll. In dem Gutachten sollen auch die Emissionen durch den Betrieb des Pools beleuchtet werden.

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Was sagt der Investor zur Kritik des Stadtrats?
Laut Hotelier Ruppert geht es bei der ausstehenden Genehmigung nur noch um eine Stützwand im Bereich der Außenanlage sowie einen Weg zum bestehenden Plateau und die Sicherung des Plateaus. Ruppert sagt: „Es werden keine neuen lärmerzeugenden Anlagen oder öffentlichkeitswirksamen Nutzungen beantragt.“

Was hat es mit der Plattform auf sich?
Ruppert will ein bestehendes Plateau am Hang nutzen. Dieses Gelände soll durch einen Weg erschlossen werden. Außerdem ist ein Geländer geplant. Das Areal liegt den Bauplänen zufolge etwa 15 Meter über dem Straßenniveau.

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Wer darf die Plattform betreten?
Das Gelände soll ausschließlich den Gästen der Bergvillen zur Verfügung stehen. Ruppert spricht von einer „privaten, ruhigen Aussichtsmöglichkeit“. Der Unternehmer nimmt in einer Stellungnahme Bezug auf Äußerungen des Stadtbürgermeisters Holger Zwick. Der hatte im Rat von „immer wechselnden Gästen“ gesprochen, die „praktisch jeden Abend Party machen“. Ruppert bezeichnet diese Aussagen als „irreführend und vollkommen unbegründet“. Er stellt die Frage in den Raum, „wie man zu einer derart abstrusen und durch keinerlei Fakten gestützten Annahme gelangt“.

An wen richtet sich das Angebot der Bergvillen?
Jede Bergvilla ist nur als komplette Einheit buchbar. Ein ständiger Wechsel von Kurzzeitgästen werde durch einen fest definierten Mindestaufenthalt verhindert, informiert Ruppert. Die Buchungsstruktur sei auf ruhige, länger verweilende Gäste im Premiumsegment ausgerichtet. Eine Nutzung durch kurzfristige Partygruppen sei im Betriebskonzept ausdrücklich nicht vorgesehen und widerspreche den Buchungsbedingungen sowie der gesamten Vermarktungsstrategie. Ruppert: „Wir legen im Gegenteil allerhöchsten Wert darauf, dass unsere Gäste absolute Ruhe, Exklusivität und Diskretion genießen können — und wir erwarten dies auch von ihnen.“ Ruppert nennt als typische Gäste: Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, Sportler sowie Paare und Familien, die gezielt die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses besonderen Ortes suchen.

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Sind die Bergvillen so etwas wie eine Art Ferienwohnung?
Das Projekt richtet sich laut dem Investor an eine sehr exklusive und erholungssuchende Zielgruppe im Premiumsegment. Es handele sich dabei nicht um klassische Ferienwohnungen zur Selbstversorgung, sondern um eine hotelähnlich geführte Anlage. Die Gäste sollen unterschiedliche Service-Angebote in Anspruch nehmen können und nicht auf Selbstverpflegung angewiesen sein.

Was sagt Ruppert zu der Forderung nach einem Lärmgutachten?
Der Hotelier verweist auf seine über 25-jährige Geschichte am Standort Dahn. In dieser Zeit habe es nie Beschwerden wegen Ruhestörung oder Lärmbelästigung durch Gäste gegeben. Durch den aktuellen Bauantrag entstehe kein Mehr an Lärm, die Nutzung der Plattform sei auf ruhige Gäste beschränkt, daher bezeichnet der Unternehmer die Forderung nach einem umfangreichen Lärmgutachten „als nicht sachgerecht“.

Was ist mit dem Außenpool?
Der Stadtrat fordert, dass im Gutachten die Emissionen durch den Außenpool beleuchtet werden sollen. Ruppert verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Pool bereits vollständig genehmigt sei. Im Genehmigungsverfahren seien sämtliche relevanten Gesichtspunkte, einschließlich möglicher Emissionen, geprüft und positiv beschieden. Er kann nicht nachvollziehen, warum dies nun nicht mehr gelten soll. Er sieht in dem Vorstoß des Stadtrates „einen bedenklichen Eingriff in die Bestandskraft der ursprünglichen Genehmigung“. Das sei nicht mit den Grundsätzen der Rechts- und Planungssicherheit vereinbar.

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Wie bewertet der Investor das Auftreten des Bürgermeisters im Stadtrat?
Ruppert findet hier deutliche Worte. In einer Stellungnahme spricht er von geschäftsschädigendem Verhalten, wenn der Kommunalpolitiker öffentlich die Möglichkeit eines regelmäßigen Party- oder Feierbetriebs auf der Plattform in Erwägung ziehe. Eine solche Darstellung schade in hohem Maße dem unternehmerischen Ansehen und dem Image seines Unternehmens, sagt Ruppert. Gerade ein hochwertiges Tourismusprojekt, das Ruhe, Qualität und Exklusivität in die Region bringe und dem Standort Dahn im Premiumsegment ein neues Aushängeschild verschaffen könne, sollte nach Ansicht Rupperts von der örtlichen Politik aktiv unterstützt und nicht durch zusätzliche Hürden oder Belastungen erschwert werden.

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