Waldfischbach-Burgalben
Warum die B270 zwischen den Waldfischbacher Abfahrten kein Unfallschwerpunkt ist
Drei schwere Unfälle ereigneten sich innerhalb einer Woche auf der Bundesstraße 270 zwischen den beiden Waldfischbacher Abfahrten. Zuletzt starb am Sonntag, 18. Mai, ein Motorradfahrer beim Zusammenstoß mit einem Auto. Der Pkw war nach einem Aufprall in die Leitplanke mitten auf der Straße zum Stehen gekommen, der Motorradfahrer krachte auf den Wagen. Am Montag davor war es am Mittag und am frühen Abend zu zwei Unfällen gekommen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Nach allen Unfällen war die Strecke für mehrere Stunden gesperrt.
Ist die B270 in diesem Bereich zwischen den beiden Abfahrten gefährlich, entwickelt sich da gerade ein Unfallschwerpunkt? „Die Frage muss man sich schon stellen nach zwei Unfällen mit Schwerverletzten und dem tödlichen Motorradunfall“, sagt Andreas Kohler, der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Waldfischbach-Burgalben, die für diesen Streckenabschnitt zuständig ist. „Gerade bei einer solchen Häufung macht man sich Gedanken“, ergänzt Kohler. „Wir prüfen dann, ob es Probleme mit der Fahrbahn gibt oder mit der Verkehrsführung“, erklärt er.
Fahrer abgelenkt oder eingeschlafen
„Wir schauen als Erstes, wie der Zustand des Asphalts war. War es trocken, war es nass? Und wir ziehen die Straßenmeisterei hinzu“, so Kohler. Der Polizeihauptkommissar schließt in zwei Fällen aus, dass es an der Fahrbahn oder der Verkehrsführung gelegen hat. „Bei den ersten beiden Unfällen, einer am Mittag, einer am frühen Abend, lag es nicht an der Geschwindigkeit. Da ist jeweils das unfallverursachende Fahrzeug in den Gegenverkehr geraten“, sagt der Polizist. „Wir gehen davon aus, dass der jeweilige Fahrer abgelenkt war, möglicherweise war es auch ein Sekundenschlaf“, erklärt Kohler.
Die Unfälle passierten an drei unterschiedlichen Stellen auf der Strecke. Der erste Unfall am 12. Mai um die Mittagszeit ereignete sich auf der Höhe des Bahnhofs Waldfischbach, also auf kerzengerader Strecke. Beim zweiten Unfall am Abend des 12. Mai krachte es zwischen Waldfischbach und der Moschelmühle in Höhe des ehemaligen Burgalber Bahnhofs. Zum tödlichen Unfall kam es im Bereich der Stützmauer in der Linkskurve in Richtung Kaiserslautern. Dort prallte ein Auto in die Leitplanke und blieb auf der Gegenfahrbahn liegen. Warum der Autofahrer auf die Leitplanke fuhr und von dort laut Kohler „wie auf Schienen in den Gegenverkehr“ geriet, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.