Clausen Warum der Hungermarsch auch ein Hoffnungsmarsch ist

Ein Teil der Gruppe, die sich auf den Hungermarsch begab, vor der katholischen Kirche Seliger Bernhard in Clausen.
Ein Teil der Gruppe, die sich auf den Hungermarsch begab, vor der katholischen Kirche Seliger Bernhard in Clausen.

Der 34. Hungermarsch in der Pfarrei Maria Königin wurde am Sonntag in Clausen in der Pfarrkirche Seliger Bernhard von Baden gestartet.

Zwei soziale Projekte werden mit den Spenden des Hungermarschs unterstützt. Zum einen „Aimer La Vie“ (übersetzt: das Leben lieben) in Hiehatro/Togo, von Pfarrer Wolfgang Emanuel, Zweibrücken. Das andere Projekt „Zukunft durch Bildung“ von Pfarrer Samuel Mukua Wanyoike, Kenia. Das Motto lautet „Zeichen der Hoffnung; Gemeinsam für Eine Welt“. Spenden können immer noch überwiesen oder abgegeben werden.

Die Erste Beigeordnete der Gemeinde, Viktoria Meyer (FWG), bezeichnete den Einsatz des Hungermarsch-Teams als ein Zeichen der Mitmenschlichkeit „mit jedem Schritt, den sie gehen“. In einer Zeit, in der vieles schneller, lauter und manchmal auch egoistischer werde, setze man hier ein Zeichen der Solidarität, der Hoffnung und des Teilens. Meyer verwies auf den von ihr mit initiierten Benefizlauf Hawethon, bei dem 6500 Euro an den Verein Glückstour übergeben wurde. Hier sammeln Handwerker Spenden für schwerkranke Kinder. Die positive Resonanz zeige, wenn sich Menschen bewegen können, welch große Wirkung das habe. Und das geschehe auch hier. Auch dieser Hungermarsch stehe für Bewegung, für ein besseres Morgen. „Wenn jeder ein bisschen gibt, sei es Zeit, Kraft oder ein paar Euro, dann können wir gemeinsam Großes bewirken. Dann wird aus einem einzelnen Schritt ein gemeinsamer Weg. Und aus einem Hungermarsch ein Hoffnungsmarsch“, war ihr Appell der viel zustimmenden Beifall erhielt.

30 Teilnehmer machen sich auf die Strecke

Pfarrer Wolfgang Emanuel wies bei seiner Begrüßung auf eine Kerze vor dem Altar mit der Aufschrift „Verkündet sein Heil von Tag zu Tag“ hin. Das Original befindet sich als Wandmalerei in einer Krankenhauskapelle in Tansania. Heute könne das Motiv eine Brücke für zwei Projekte in Afrika schlagen. Emanuel, der das Projekt „Aimer La Vie“ von Pfarrer Toni Klug übernommen hat, zeigte einen kurzen Videofilm von seinem Besuch 2024 in Togo. Eindringlich erzählte er von der jungen Frau Marie, die als behindertes Baby im Busch „weggeworfen“ wurde und von einem Mann gerettet wurde. Heute lebt sie mit rund 30 weiteren behinderten Kindern und Jugendlichen in der Stiftungsanlage „Aimer La Vie“.

Nach einem festlichen Eröffnungsgottesdienst begaben sich rund 30 Teilnehmer auf eine kurze Wanderstrecke in Clausen. Sie besuchten eine Marienstatue und ein Auferstehungsdenkmal, sangen und beteten dort. Anschließend traf man sich zu einem Suppen-Essen im Pfarrsaal.

Jubiläum im kommenden Jahr

Brigitte Leininger aus Rodalben von der Pfarrei Seliger Bernhard informierte, dass das Hungermarsch-Team, dessen Cheforganisator Joseph Cronauer aus Clausen ist, im nächsten Jahr ein kleines Jubiläum feiern wird – das 35. Neben Brigitte Leininger und Joseph Cronauer sind auch Thomas Neuberger senior aus Merzalben und Liesel Raquet aus Rodalben von Anfang an dabei. Leininger geht davon aus, dass wieder rund 6000 Euro an Spenden eingehen werden.

Info

Hungermarschkonto bei der Sparkasse Südwestpfalz, Iban: DE82 5435 0010 00400 10001. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

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