Käshofen Warum das Dorfgemeinschaftshaus das größte Sorgenkind ist
Ohne Erfahrung mit Ratsarbeit hatte sich Angela Schneider-Gabriel bereiterklärt, in Käshofen als Ortsbürgermeisterin zu kandidieren. „Es sind viele kleine Dinge, an die man denken muss. Langsam habe ich das Gefühl, dass ich mich eingearbeitet habe“, sagt die verheiratete Mutter zweier Kinder etwas mehr als ein halbes Jahr später.
Für die Ausübung ihres Amts benötige sie einen Blick auf alles. Das betreffe das Dorfgemeinschaftshaus, den Friedhof, den Spielplatz und die Grünanlagen. Möglichst viel zu wissen, das sei wichtig, sagt Schneider-Gabriel. Vorbereitet habe sie darauf die Arbeit im eigenen Baggerbetrieb. Auch dort trage sie alle notwendigen Informationen zusammen, bevor sie Entscheidungen treffe.
Dorfgemeinschaftshaus ist größtes Sorgenkind
Schön sei, dass sie sehr viel Unterstützung aus dem Ort erhalte – von ganz vielen Bürgern. „Wenn was ist, dann melde dich“, bekomme sie vielfach zu hören, berichtet die Ortsbürgermeisterin. „Die helfen dann auch wirklich.“ Was noch gut sei: „Der Gemeinderat harmoniert. Wenn mal ein Arbeitseinsatz ist, sind alle da, oder wenn was zwischendurch zu besprechen ist.“ Sie habe das Gefühl, dass alle gut zusammenarbeiten. „So haben wir gemeinsam vor einem Spielplatzfest den Brunnen gereinigt, die Hecken geschnitten und den Rasen gemäht.“ Auch einen großen Arbeitseinsatz am Friedhof habe es gegeben.
Vor allem das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) stehe für das Leben der Bürger in Käshofen. „Das DGH ist eigentlich dauerhaft präsent, und ich würde auch sagen, dass es die meiste Zeit meiner Arbeit in Anspruch nimmt. Dafür ergibt es den geringsten Fortschritt“, sagt Schneider-Gabriel über das größte Käshofer Sorgenkind, unter anderem wegen dringend notwendiger Investitionen in den Brandschutz. „Es sind fast alle Unterlagen bei der Kreisverwaltung, und wir hoffen, dass wir demnächst die Baugenehmigung erteilt bekommen, um dann erstmal mit den Brandschutzmaßnahmen beginnen zu können.“ Wenn das geschafft sei, „ist der nächste Schritt, dass wir uns überlegen, wie wir die Halle von Grund auf renovieren“.
Jugendraum wird benötigt
Dass diese weiter für die Vereine nutzbar sei, sei gut für die Dorfgemeinschaft. Was in Käshofen allerdings fehle, sei ein Jugendraum, „wo die Jugendlichen sich treffen können. Im DGH ist das schwierig. Wenn sich da zehn Kinder in der Halle treffen, ist das für sie nicht gemütlich“, sagt die Ortsbürgermeisterin. „Einen Jugendraum stelle ich mir so vor, dass da ein Tischkicker oder ein Dartgerät steht. Das gibt im DGH kein Raum her.“ Deshalb müsse der Jugendraum anderswo gefunden werden. Die Suche danach sei eines der Ergebnisse aus dem Zukunftscheck Dorf.
Termin
Die Ergebnisse aus dem Zukunftscheck Dorf werden am Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr, im Käshofer Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt.