Contwig Warum Björn Bernhards Stellvertreter gegen die Kita-Idee des Verbandsbürgermeisters ist

David Betz (links) ist als erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde auch Björn Bernhards Stellvertreter.
David Betz (links) ist als erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde auch Björn Bernhards Stellvertreter.

Der Contwiger Gemeinderat stimmte am Donnerstag grundsätzlich für den von der Verbandsgemeinde geplanten Kindergarten-Verbund. Lediglich David Betz (SPD) war dagegen, dass die Verwaltung die Trägerschaft von Kindergärten übernimmt.

„Es sind einfach jede Menge rechtliche Grundlagen, die für uns eine riesengroße Verwaltungsarbeit wären", befürwortet Contwigs Bürgermeisterin Nadine Brinette (CDU) den Plan von Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (CDU), dass die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land die Trägerschaft der Gemeinde-Kindergärten – nicht der kirchlichen – übernimmt.

Sie betonte aber: Bislang ist nur der Grundsatzbeschluss gefallen, Verträge sind noch nicht unterschrieben. Die Bürgermeisterin verspricht, dass sie aushandeln will, dass Contwig auch weiterhin Mitspracherecht bei seinen Kindergärten hat. „Wenn man alles abgibt, ist das auch nicht gut", sagt sie.

Betz stört sich an den Springer-Kräften

Bei einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat grundsätzlich, dass sich Contwig dem Verbund anschließt. Lediglich David Betz (SPD) war dagegen. Er ist auch erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde und damit Bernhards Stellvertreter. Nach der Sitzung begründete er seine Entscheidung auf RHEINPFALZ-Nachfrage damit, dass er die von Bernhard geplanten Springer-Kräfte, die bei Bedarf das feste Personal vor Ort unterstützen sollen, aus pädagogischer Sicht nicht gut finde: „Ich habe mir sagen lasen, dass Kinder mit festen Erzieherinnen besser klar kommen.“

Schon zu Beginn war es zu einer kurzen Diskussion mit der SPD-Fraktion gekommen, weil der Tagesordnungspunkt erst kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden war. Die SPD enthielt sich bei der Abstimmung, ob über den Grundsatz ebenfalls diskutiert werden sollte. Dass die Fraktion bei der späteren Abstimmung dann mehrheitlich für den Kita-Verbund stimmte, sorgte beim CDU-Ratsmitglied Thorsten Sefrin für Unverständnis: „Warum habt ihr euch dann vorhin enthalten?".

x