Hilst RHEINPFALZ Plus Artikel Wandertipp: Auf dem Reihpfad

Hier geht’s lang: „Ranger Walter“ und sein Hund weisen den Weg zum Hilster Reihpfad.
Hier geht’s lang: »Ranger Walter« und sein Hund weisen den Weg zum Hilster Reihpfad.

Die acht Premiumwanderwege und der Kröpper Schmugglerpfad in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land erfreuen sich einiger Beliebtheit. Wer es bei einer Wanderung zum Start in den Mai jedoch ruhiger haben will, für den hat unser Mitarbeiter Bernd Danner einen Geheimtipp auf Hilster Gemarkung.

Im Hilster Wald waren ehrenamtliche Helfer unterwegs und haben besonders den sogenannten Reihpfad hergerichtet. Er beginnt links nach dem Hilster Sportplatz an der K2, ist etwa zweieinhalb Kilometer lang und eignet sich auch für Kinder. Die ganze Tour hat eine Länge von rund sieben Kilometer. Die Freiwilligen haben die Hilstbachquelle gereinigt, mit Steinen den Bachlauf befestigt, Bänke aufgebaut, eine Brücke montiert, Tische aufgestellt und Rindenmulch verteilt, berichtet Bürgermeister Michael Ehrgott. Zudem haben sie ein Schild mit der Aufschrift Hilstbachquelle aufgestellt.

Der Eingang zum Reihpfad bekam auch eine Beschilderung und zeigt „Ranger Walter“ mit seinem Hund. Die Skulptur bezieht sich auf den Hilster Walter Wasem, der sich in Begleitung seines Hundes um den Reihpfad kümmert, umgestürzte Bäume beseitigt und ihn pflegt. Bei den jüngsten Einsätzen waren mehrere Helfer beteiligt: Waltraud, Walter und Jan Wasem, Jürgen und Uschi Meyer, Adolf Kennel, Klaus Hasenhindl und Torsten Conrad. Das Ehepaar Uschi und Jürgen Meyer hat entlang des Wegs liebevoll gestaltete Figuren aufgestellt.

Altschlossfelsen und Fischweiher

Die ganze Tour von sieben Kilometern und rund 100 Metern Höhenunterschied kann man mit Kindern bequem in zwei Stunden gehen. Dazu fährt man von Trulben kommend auf der Kreisstraße 1 Richtung Schweix. Etwas oberhalb der Schweixer Mühle gibt es einen Parkplatz. Von da begibt man sich rechts des echten Fischweihers ins Hilstbachtal und folgt der weiß-blauen Markierung. Der Waldweg führt durch das Tal und ansteigend über dem Hilster Dianabild zu den Eppenbrunner Altschlossfelsen. Gutes Schuhwerk sollte man tragen. An den Fischweihern im gesamten Hilstbachtal vorbei wandert man bis zum Rastplatz an der Hilstbachquelle.

Von hier aus geht man ein paar Schritte zurück, überquert auf einem Steg den Bach und erreicht den Reihpfad von der Talseite her. Im Winter sind hier die Felsen eindrucksvoll mit Eis verziert. Die Natur dort ist schön, mit immer neuen Felsformationen, kleinen Bächen, die den Weg queren und Felsduschen. Den kurzen Abstecher zum Waschbrunnen Hilst sollte man machen.

„Reiwer-Briggel“ mit Räuber

Während der Rastplatz Hilstbachquelle vom Ehepaar Meyer mit einer Luchsfamilie bestückt wurde, gibt auf dem Reihpfad noch andere Skulpturen zu sehen. Vorbeikommend am Schlangel- und Eulenfels überschreitet man das „Reiwer-Briggel“ und erblickt darüber einen Räuber. In der Waldwichtelhöhle animieren Wichtel mit Tafeln zu allerlei Aktivitäten. „Hirsch Gerhard“ ist mit Familie zu sehen. Ehrgott: „Es gibt ganz einfach viel zu sehen und zu erleben fernab der insbesondere an Wochenenden stark frequentierten Premiumwanderwege.“ Dem Wandervorschlag folgend, kommt man an der K2 zwischen Hilst und der Schweixer Mühle heraus. Hier folgt man der Straße ins Tal bis zum Ausgangspunkt der Tour.

Oberhalb des „Reiwer-Biggels“ wartet dieser Räuber.
Oberhalb des »Reiwer-Biggels« wartet dieser Räuber.
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