Hinterweidenthal Waldkalkung per Hubschrauber: Maßnahmen starten im Oktober
Im Forstamtsbereich Hinterweidenthal wird zwischen dem 6. Oktober und dem 12. Dezember eine Bodenschutzkalkung durchgeführt. Betroffen ist eine Waldfläche von rund 937 Hektar, auf der pro Hektar jeweils drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht werden. Die Verteilung erfolgt mit speziell ausgerüsteten Hubschraubern. Wie das zuständige Forstamt mitteilte, werden Gebiete sowie die detaillierten Zeiträume der Kalkung im Verlauf nochmals in den Amtsblättern bekannt gegeben.
Die betroffenen Gebiete erstrecken sich über zwei Bereiche. Im Bereich Münchweiler sind dies unter anderem die Flächen Langenberg, Finsterdell, Herzbrünnel, Opferstein, Rotsuhl, Schwarzsuhl, Rotensteiner Kaut und Waschtal Wallmersbach. Im Bereich Hauenstein gehören Mühlenberg, Hirtenbach, Sommerseite, Platte und Russenkuppe zu den Kalkungsgebieten. Während der Arbeiten kann es zu Einschränkungen für Waldbesucher kommen.
Kalk ist gesundheitlich unbedenklich
Die Maßnahme soll die natürlichen Funktionen der Waldböden schützen. Diese erfüllen essenzielle ökologische Aufgaben, wie die Sicherung eines gesunden Waldökosystems, das Wachstum der Bäume und die Reinigung des Wassers. Laut dem Forstamt sei jedoch eine Verschlechterung der Bodenbedingungen festzustellen, da trotz Verbesserungen in der Luftreinhaltung schädliche Einträge weiterhin zu Bodenversauerung und Nährstoffmangel führten. Die Bodenschutzkalkung sei daher erforderlich, um die Bodenfunktionen zu erhalten, die Bodendiversität zu stabilisieren und die Mobilität von Schwermetallen zu verringern, wodurch auch das Grund- und Quellwasser besser geschützt werde.
Wissenschaftliche Studien der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) hätten die Wirksamkeit und langanhaltende Wirkung der Kalkung belegt. Der ausgebrachte Kalk sei gesundheitlich unbedenklich. Das Forstamt empfiehlt dennoch, die beflogenen Gebiete während der Ausbringungszeiten zu meiden, um Verschmutzungen an Kleidung und Fahrzeugen oder mögliche Schäden durch herabfallende Kalkbrocken zu vermeiden. Für Rückfragen steht das Forstamt Hinterweidenthal unter der Nummer 06396-9109600 zur Verfügung.