Kreis Südwestpfalz
Waldfischbach-Burgalben: Positives Signal für dauerhaften Rettungswagen
Waldfischbach-Burgalbens Verbandsbürgermeister Lothar Weber (SPD) informierte am Montag den Verbandsgemeinderat darüber, dass die Kreisverwaltung Südwestpfalz, die für die Umsetzung des Rettungsdienstgesetzes im Kreis zuständig ist, dieser Idee aufgeschlossen gegenübersteht. Darüber hat der Kreis die Verbandsgemeinde, die diesen Vorschlag unterbreitete, in einem Schreiben informiert. Natürlich müsse diese Idee noch durch alle zu beteiligenden Gremien, aber die grundsätzliche Bereitschaft, auf diesem Wege die Rettungsdienstprobleme gerade im Holzland zu beseitigen, ist signalisiert, zeigt sich Weber erfreut über die schnelle Rückmeldung des Kreises.
Im Holzland kann die in Rheinland-Pfalz gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von maximal 15 Minuten, innerhalb der Rettungswagen vor Ort sein muss, nicht eingehalten werden. In Geiselberg dauert es statistisch in der Regel knapp über 15 Minuten, in Heltersberg über 17 Minuten und in Schmalenberg bis zu 20 Minuten. Erste medizinische Hilfe leisten in vielen Fällen in diesen Gemeinden die First Responder der Feuerwehr, um die es wie mehrfach berichtet, Diskussionen gibt.
Ein Standort für zwei Hilfsdienste
Die Idee, einen Rettungswagen in der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben zu stationieren, sei um die Weihnachtszeit entstanden, sagte Lothar Weber auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Aktuell sucht die Verbandsgemeinde einen Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus in Waldfischbach-Burgalben. Ein sehr komplexes Verfahren, bei dem sehr viele Punkte abzuprüfen sind, die der Standort erfüllen muss. Bei der nochmaligen Durchsicht dieser Punkte habe sich gezeigt, dass viele Kriterien zu erfüllen sind, die auch ein Standort einer Rettungswache erfüllen müsste. So entwickelte sich die Idee, dass, wenn schon ein neues Feuerwehrgebäude gebaut wird, sich das doch mit einem Standort für ein Rettungsfahrzeug kombinieren ließe.
„Es geht um die Sicherheit, um die Versorgung der Bürger“, unterstreicht Weber. Die müsse gewährleistet sein. Was die Rettungsstatistiken der vergangenen Jahre ausweisen, wie lange Rettungswagen und/oder Notarzt benötigen, hätten viele aus eigener Erfahrung miterleben müssen. Banges Warten im Notfall. Wenn jede Minute zähle, fühle sich jede Minute, die gewartet werden müsse, wie eine Ewigkeit an. Der in Weselberg stationierte Rettungswagen, der die Probleme auch im Holzland mit abmildern sollte, ist zum Beispiel nicht immer verfügbar, weil er auch für Krankentransporte eingesetzt wird.
Gemeinsame Gebäudenutzung sinnvoll
Die erste Idee besprach Weber zu Jahresbeginn mit Mitarbeitern in der Verbandsgemeindeverwaltung. „Wir waren uns alle schnell einig, dass das für die Bürger eine gute Sache wäre“, sagt Weber. Deshalb wurde die Idee, am zu bauenden Feuerwehrgerätehaus in Waldfischbach-Burgalben auch einen Rettungswagen zu stationieren, an den Kreis herangetragen. Neben der Hilfe für die Menschen im Notfall ergeben sich weitere Vorteile. „Wir könnten Synergieeffekte nutzen“, sagt Weber. Dabei gehe es zum Beispiel um Kosten. Wird für die Feuerwehr neu gebaut, entstehen zum Beispiel Sozialräume, Sanitäranlagen, die auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes nutzen könnten. Eine Waschhalle, die geplant sei, könnten Feuerwehr und Rettungsdienst nutzen, skizziert Weber, wo es baulich sinnvolle Ergänzungen der beiden Hilfsorganisationen gibt, die im Notfall den Menschen helfen sollen.