Corona-Krise RHEINPFALZ Plus Artikel Waldfischbach-Burgalben: Hausärzte können weiterarbeiten dank Spenden

Die Mitarbeiter bedanken sich für die große Hilfsbereitschaft.
Die Mitarbeiter bedanken sich für die große Hilfsbereitschaft.

Die Lage hat sich etwas entspannt und das auch dank aktiver Hilfe von Bürgern und Unternehmen aus der Region, teilt die Hausärztliche Berufsausübungsgemeinschaft Waldfischbach/Hermersberg (BAG) mit. Eine mögliche Schließung der Praxis wegen fehlender Schutzausrüstung ist erst einmal vom Tisch. „Die BAG sagt vielen Dank“, unterstreichen alle Mitarbeiter.

Wie berichtet, hatte sich die BAG zu Wochenbeginn an die Öffentlichkeit gewandt, weil trotz Zusagen der Politik vor Ort ein erheblicher Mangel an Schutzausrüstung bestand und damit das Ansteckungsrisiko für Mitarbeiter und Patienten deutlich stieg. Ohne Schutzausrüstung kein Praxisbetrieb, hatte die BAG einen Hilferuf für alle Betroffenen gesendet. Die Resonanz sei toll gewesen, freuen sich die Mitarbeiter.

Bürger und Unternehmen helfen

Bürger sowie Liefer- und Produktionsfirmen hätten sich gemeldet und geholfen, dass zunächst einmal für 14 Tage Schutzausrüstung vorhanden ist. „Bis auf Händedesinfektionsmittel sind wir jetzt gut gerüstet“, bilanziert die BAG. Die sagt stellvertretend „danke“ an Familie Favray aus Waldfischbach-Burgalben, die Mundschutzmasken genäht hat, an die ortsansässige Firma Hager, die mit Schutzanzügen aushelfen konnte. Die Firma Keck aus Pirmasens lieferte Flächendesinfektionsmittel und die Heinrich-Kimmle-Stiftung aus Pirmasens hat aus Plexiglas Schutzboxen für die Anmeldung gebaut und geliefert, die die Tröpfcheninfektion verhindern sollen.

Schon zuvor hatten Handwerker aus der Region Umbauten geleistet, die es ermöglichten, den Kontakt zwischen Praxisteam und Patient soweit wie möglich zu minimieren. Gerade im Hinblick auf das Thema Rezeptausgabe, das angesichts des bevorstehenden Quartalswechsels mit einer hohen Patientenfrequenz in diesem Bereich einhergeht (die RHEINPFALZ berichtete). Auch Landrätin Susanne Ganster – die BAG hatte sich mit ihrem Aufruf auch direkt an den Kreis gewandt – habe sich tatkräftig eingebracht.

Angebot für Masken liegt vor

Zwischenzeitlich liege auch ein Angebot für 50.000 Masken vor. Stückpreis: 6,50 Euro, wenn mindestens 20.000 Stück abgenommen werden. Axel Motzenbäcker, Geschäftsführer der Medi-Südwest, der neben der BAG 600 weitere Ärzte angehören, prüft derzeit, ob es sich um die angegebene qualitativ hochwertige Ware handelt und ob eine zentrale Abnahme über den Medi-Verbund möglich ist.

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