Käshofen Wald soll sich natürlich erholen
Der Fichtenborkenkäfer hat den Fichten im Käshofer Wald stark zugesetzt. „Zum Teil sind die Käferbäume über Winter braun geworden, bald fangen sie an zu nadeln“, berichtete Revierförster Jürgen Leis dem Gemeinderat am Montagabend. Rund 0,3 Hektar Fläche sind kahl.
Allerdings soll der Wald sich laut Leis von alleine erholen, nur im Notfall soll er händisch aufgeforstet werden. Um die Kahlflächen herum stünden Kiefern und Ahorn, die könnten ihren Samen auf den Kahlflächen ausbreiten. Sollte es zu einer händischen Aufforstung kommen, könnten Winterlinden und Kastanien gesetzt werden. „Wir wollen aber vorerst nicht gegen die Natur arbeiten“, sagt Leis. Und eine natürliche Aufforstung habe einen weiteren Vorteil: Sie kostet nichts. „Bei den Buchen haben wir in Käshofen relativ Glück gehabt“, fügt Leis an. Nur wenige Bäume haben durch Hitze und extremen Sonnenschein Schäden davongezogen. Fazit: „In Käshofen sind wir noch mal mit einem blauen Auge davongekommen."
Plus durch Waldprämie
Im vergangenen Jahr wurde im Wald ein Plus von 10.600 Euro erwirtschaftet. Darin einberechnet ist die Bundeswaldprämie (12.000 Euro) sowie 1090 Euro Förderung, die es für die Käferfichten gegeben hat. Ursprünglich sollte die Bundeswaldprämie in den Wegebau investiert werden, laut Leis eine Problemstelle im Käshofer Wald. Allerdings wurde die Prämie zu spät ausbezahlt; eine Firma zu finden, die den Wegebau übernimmt, war nicht mehr möglich. Das Geld kann nicht ins kommende Waldjahr übertragen werden, geht also in den Gesamthaushalt mit ein.
Für das laufende Jahr ist ein Einschlag von 580 Festmetern geplant, das Holz soll auf dem Holzmarkt einen Ertrag von 33.300 Euro erwirtschaften. Abzüglich der Kosten für den Einschlag, Beförsterung, Investitionen, Versicherungen und Co. bleibt am Ende eine schwarze Null stehen. Der Rat stimmte einstimmig dem neuen Forstwirtschaftsplan zu.